Rundfunkkommission, Fragen

Rundfunkkommission einigt sich auf Fragen zu Gutachten ĂŒber Reformen

08.03.2024 - 10:09:37 | dpa.de

Die Rundfunkkommission der LĂ€nder hat sich auf einen Fragenkatalog geeinigt, der die Grundlage fĂŒr ein Sondergutachten zu Reformen und Einsparmöglichkeiten beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk bildet.

Die Fragen werden nun an die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ĂŒbermittelt, die das Gutachten im Auftrag der LĂ€nder erstellen soll, wie die rheinland-pfĂ€lzische MedienstaatssekretĂ€rin Heike Raab am Freitag auf Anfrage mitteilte. Rheinland-Pfalz hat den Vorsitz in der Rundfunkkommission, Raab koordiniert die Arbeit des Gremiums.

Der Rundfunkbeitrag, den Haushalte und Firmen in Deutschland zahlen mĂŒssen, finanziert im Wesentlichen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die GesamtertrĂ€ge lagen 2022 bei rund 8,57 Milliarden Euro. Die Finanzkommission KEF hatte vor Kurzem fĂŒr die neue Beitragsperiode (2025 bis 2028) eine Erhöhung des monatlichen Beitrags von derzeit 18,36 Euro auf 18,94 Euro vorgeschlagen. Einige der BundeslĂ€nder, die sich eng an der KEF-Empfehlung orientieren und letztlich einstimmig ĂŒber die Beitragshöhe entscheiden mĂŒssen, haben aber bereits angekĂŒndigt, dass sie eine Erhöhung nicht mittragen wollen.

Die Finanzkommission KEF soll deshalb bis zum Ende des Sommers ein Sondergutachten unter anderem zu möglichen Einsparungen und Reformschritten erstellen, die ein Expertenrat Mitte Januar fĂŒr den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland vorgeschlagen hatte, unabhĂ€ngig von der Arbeit der Finanzkommission KEF. Dabei geht es beispielsweise um eine neue Dachorganisation fĂŒr die ARD mit zentralen Aufgaben und zentraler Steuerung des Programms, um Doppelstrukturen in den neun ARD-HĂ€usern abzubauen.

NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, die LĂ€nder brĂ€uchten eine EinschĂ€tzung zu grundsĂ€tzlichen Auswirkungen und möglichen Einsparpotenzialen von Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. "Die Ergebnisse der KEF werden ein wichtiger Baustein sein, wenn die LĂ€nder im Herbst ihre Entscheidung zum Umgang mit der aktuellen Beitragsempfehlung der KEF sowie ĂŒber weitere Reformschritte treffen." Es sei wichtig, alle SpielrĂ€ume ernsthaft und ergebnisoffen auszuloten.

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