Schuldenberg, Deutschlands

Schuldenberg Deutschlands weiter gewachsen

31.03.2025 - 11:59:36 | dpa.de

Die Schulden steigen. Dennoch sinkt die Schuldenquote. Eine zentrale EU-Grenze bleibt trotzdem außer Reichweite.

Fast 2,7 Billionen Euro: Schuldenberg erneut höher geworden (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa
Fast 2,7 Billionen Euro: Schuldenberg erneut höher geworden (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa

Trotz zunehmender Staatsschulden sinkt die Schuldenquote Deutschlands. Nach Berechnungen der Bundesbank nahmen die Staatsschulden um 57 Milliarden auf rund 2,69 Billionen Euro zu. Dabei wuchsen die Schulden des Bundes mit 36 Milliarden Euro am stÀrksten. Insgesamt war die Zunahme aber etwas geringer als ein Jahr zuvor.

Die Schuldenquote hingegen – also das VerhĂ€ltnis der Schulden zur gesamten nominalen Wirtschaftsleistung – sank nach vorlĂ€ufigen Angaben der Bundesbank das dritte Jahr in Folge: um 0,4 Punkte auf 62,5 Prozent.

60-Prozent-Obergrenze nicht eingehalten 

Dennoch ĂŒberschritt Deutschland – wie die meisten Staaten im Euroraum – zum fĂŒnften Mal in Folge die in den europĂ€ischen VertrĂ€gen von Maastricht vereinbarte Höchstmarke von 60 Prozent. Zuletzt hatte Europas grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft diese Marke im Vor-Corona-Jahr 2019 mit einem Wert von 58,7 Prozent unterschritten. Milliardenhilfen in den Pandemie-Jahren und in der folgenden Energiekrise im Zuge des Krieges in der Ukraine ließen die Schuldenquote wieder steigen. 

Defizit auch durch RĂŒckgriff auf vorhandene Bankeinlagen finanziert

Im vergangenen Jahr gaben Bund, LÀnder, Gemeinden und Sozialversicherungen nach vorlÀufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 118,8 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. 

Dass die Staatsschulden nicht in gleichem Maße stiegen, erklĂ€rt die Bundesbank damit, dass ein großer Teil des Defizits durch einen RĂŒckgriff auf vorhandene Bankeinlagen finanziert werden konnte. Zudem habe der Bund seine Schuldenaufnahme begrenzen können, weil er RĂŒckzahlungen von zuvor vergebenen Hilfskrediten erhalten habe.

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