Deutschland, Maschinenbau

Bestellungen im Maschinenbau sinken erneut

04.10.2023 - 11:52:14

Die sinkenden AuftrÀge bereiten der Maschinenbau-Branche Sorgen. Eine Ende des Trends scheint nicht in Sicht - auch im Jahr 2024 ist die Prognose negativ.

Die SchwĂ€che der Weltwirtschaft macht den deutschen Maschinenbauern anhaltend zu schaffen. Im August sanken die Bestellungen bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 21 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilt. Dabei verringerten sich die AuftrĂ€ge aus dem Inland um 13 Prozent. Im AuslandsgeschĂ€ft verzeichnete die exportorientierte Branche einen RĂŒckgang um 24 Prozent. «Eine Trendwende bei den Bestellungen aus dem In- und Ausland ist leider angesichts der andauernden Flaute in der Weltkonjunktur nicht in Sicht», sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Im weniger schwankungsanfĂ€lligen Drei-Monats-Zeitraum Juni bis August 2023 sanken die Bestellungen um 16 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Unternehmen profitieren den Angaben zufolge bislang noch von Auftragspolstern, die von Januar bis Juli einen Produktionszuwachs von real 1,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum ermöglichten. Der Auftragsbestand hat demnach noch eine Reichweite von 11,1 Monaten. «Soweit kĂ€men wir also mit der Produktion und dem Umsatz weiter, ohne neue AuftrĂ€ge generieren zu mĂŒssen», erlĂ€utert Wortmann.

Allerdings sei der Bestand nicht gleich verteilt. Ein Viertel der Unternehmen sage bereits jetzt, dass sie mehr produzieren könnten, wenn sie mehr AuftrĂ€ge hĂ€tten. «Diese Tendenz wird natĂŒrlich in den kommenden Monaten zunehmen», erwartet Wortmann. Im Gesamtjahr 2023 rechnet der Maschinenbauverband mit einem realen RĂŒckgang der Produktion um 2,0 Prozent. Auch im kommenden Jahr wird ein Minus von 2,0 Prozent erwartet, wie der Verband unlĂ€ngst mitteilte.

@ dpa.de