Sparen im SĂŒden, zahlen im Norden: Kluft bei Europa-Urlaub
08.06.2026 - 09:42:47 | dpa.deWer seinen Urlaub im SĂŒden Europas plant, kann bei Ăbernachtungen und Restaurantbesuchen hĂ€ufig sparen. Das zeigt ein Vergleich der Preise fĂŒr Hotels und Restaurants durch das Statistische Bundesamt. Demnach zahlte man im April in Nordmazedonien (52 Prozent) im Schnitt nur halb so viel wie in Deutschland. In Bulgarien lagen die Hotel- und GaststĂ€ttenpreise 47 Prozent unter dem deutschen Wert. Auch klassische UrlaubslĂ€nder wie Portugal (-30 Prozent) und Spanien (-22 Prozent) sind vergleichsweise gĂŒnstige Ziele.
In anderen sĂŒdlichen UrlaubslĂ€ndern wie Malta (-20 Prozent), Zypern (-19 Prozent) und Griechenland (-18 Prozent) zahlten Urlauberinnen und Urlauber fĂŒr Restaurantbesuche und Hotels ebenfalls deutlich weniger als hierzulande. Am teuersten unter den sĂŒdeuropĂ€ischen UrlaubslĂ€ndern waren Kroatien und Italien, jedoch waren die Hotel- und Restaurantpreise dort immer noch 9 Prozent beziehungsweise 2 Prozent niedriger als in Deutschland.
Deutlich tiefer in die Tasche greifen mĂŒssen Urlauber dagegen im Norden Europas. Besonders hoch sind die Preise in Island: Dort lagen die Kosten fĂŒr HotelĂŒbernachtungen und Restaurantbesuche im Schnitt 49 Prozent ĂŒber dem deutschen Niveau. Auch Norwegen (+34 Prozent) und DĂ€nemark (+29 Prozent) sind deutlich teurer als Deutschland.
NachbarlÀnder teils teurer
Wer bei der Anreise spart und mit Bus, Bahn oder Auto in ein Nachbarland fĂ€hrt, profitiert nicht automatisch von niedrigeren Urlaubskosten. In den meisten deutschen Nachbarstaaten ist das Preisniveau höher als hierzulande. In der Schweiz muss man in Hotels und Restaurants 49 Prozent mehr bezahlen, in Belgien 13 Prozent und in den Niederlanden 14 Prozent mehr als in Deutschland.Â
In Ăsterreich betrug der Unterschied lediglich 1 Prozent. Ein Ă€hnliches Preisniveau wie in Deutschland finden Urlauber zudem in Frankreich (-4 Prozent). GĂŒnstiger wird es dagegen in Polen, dort lagen die entsprechenden Preise 12 Prozent unter dem in Deutschland. In Tschechien zahlten Reisende 30 Prozent weniger in GaststĂ€tten und Hotels.
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