Merz, Stahlindustrie

Merz: «Tun alles, um Stahlindustrie zu erhalten»

01.08.2025 - 16:38:05

Die Stahlindustrie steckt in der Krise. Kanzler Merz spricht der Branche im Saarland Mut zu.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekennt sich zur Zukunft der deutschen Stahlindustrie. «Wir werden alles tun, um Stahlindustrie und Stahlproduktion in Deutschland zu erhalten», sagte er bei einem Besuch im Saarland. «Deutschland braucht auch in Zukunft Stahlindustrie, moderne Stahlindustrie, auch hin zur grĂŒnen Stahlindustrie.»

Die Stahlproduktion in Deutschland zu erhalten, sei «ein strategisches Interesse unseres Landes». Er sei dabei, mit Standorten und Arbeitnehmern GesprĂ€che zu fĂŒhren, die in den nĂ€chsten Wochen vertieft werden sollten. «Denn wir brauchen natĂŒrlich auch eine belastbare, verlĂ€ssliche Stahlstrategie fĂŒr unser Land», sagte Merz.

Merz: Bei US-Zöllen noch ausverhandeln

Nach dem Zolldeal zwischen der USA und der EU mĂŒsse es jetzt darum gehen: «Sozusagen das Kleingedruckte auszuverhandeln», sagte Merz mit Blick auf US-Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Stahl. «Das muss jetzt nachgeholt werden, und da wird es insbesondere um Kontingente gehen, die wir dann auch exportieren können, ohne von zu hohen Zöllen belastet zu sein.»

Die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte in den vergangenen Tagen wiederholt ein Bekenntnis der Bundesregierung zu Stahlindustrie gefordert. Es habe im GesprĂ€ch mit Merz «eine ganz große Übereinstimmung» gegeben, dass die wirtschaftliche Entwicklung und damit Wachstum fĂŒr dieses Land oberste PrioritĂ€t haben, sagte sie.

Rehlinger: Stahlindustrie braucht Klarheit

Stahlunternehmen brĂ€uchten beim Umstieg auf die Produktion von grĂŒnem Stahl rasch Klarheit - bei Rahmenbedingungen, Energiepreisen und dem Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur.

«Ein wichtiges Signal sind die Energiepreise in Deutschland, eine klare Verabredung innerhalb der Bundesregierung und damit ein extrem starkes Signal.» GrĂŒne LeitmĂ€rkte und die Infrastruktur mĂŒssten folgen. 

Merz kam zu seinem Antrittsbesuch ins Saarland. Nach einem Empfang von Rehlinger in der Staatskanzlei ging es zum Weltkulturerbe Völklinger HĂŒtte und zum Helmholtz-Zentrums fĂŒr Informationssicherheit (Cispa).

Es ist die dritte Station der BundeslÀnderbesuche von Merz, der bislang bereits nach Bayern und Niedersachsen gereist ist. Der Kanzler plant Antrittsbesuche bei allen 16 Landesregierungen.

@ dpa.de