USA, Michigan-Konsumklima

USA: Michigan-Konsumklima sinkt unerwartet stark - Höhere Inflationserwartungen

14.03.2025 - 15:38:38

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im MĂ€rz angesichts wachsender Inflationssorgen unerwartet deutlich eingetrĂŒbt.

Das von der UniversitÀt Michigan erhobene Konsumklima fiel zum Vormonat um 6,8 Punkte auf 57,9 Punkte, wie die UniversitÀt am Freitag nach einer ersten SchÀtzung mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit November 2022. Volkswirte hatten mit 63,0 Punkten gerechnet.

Die Furcht vor einer durch Zölle ausgelösten höheren Inflation habe die Stimmung belastet, begrĂŒndete die UniversitĂ€t den Anstieg. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage und vor allem die Erwartungen trĂŒbten sich ein.

"Angesichts der VerschĂ€rfung der Zollpolitik von PrĂ€sident Donald Trump sind die Verbraucher im gesamten politische Spektrum zunehmend besorgt, dass die zusĂ€tzlichen Zölle letztendlich zu höheren Kosten fĂŒhren", sagte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage, in einer ErklĂ€rung. "Die Inflation hat sich zwar im letzten Monat abgekĂŒhlt, aber jeder anhaltender Anstieg des Preisdrucks könnte die Haushalte dazu veranlassen, ihre KĂ€ufe einzuschrĂ€nken." Die politische Unsicherheit mache das Planen fĂŒr Verbraucher schwierig.

Die Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen auf kurze Sicht stark an. Auf Sicht von einem Jahr kletterten sie von 4,3 Prozent im Vormonat auf 4,9 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 2022. Die lÀngerfristigen Erwartungen legten von 3,5 Prozent auf 3,9 Prozent zu.

Der Indikator der UniversitÀt Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

@ dpa.de