Verbraucherstimmung erholt sich etwas
28.01.2026 - 08:00:00In konkreten Zahlen soll der Konsumklima-Indikator fĂŒr Februar diesen Jahres im Vergleich zum Vormonat um 2,8 ZĂ€hler auf -24,1 Punkte steigen. Neben einem moderaten Zuwachs der Anschaffungsneigung trĂ€gt vor allem der deutliche und sprunghafte Anstieg der Einkommenserwartung zur Verbesserung des Konsumklimas bei.
"Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen. Das Niveau bleibt jedoch niedrig", sagte Rolf BĂŒrkl vom NĂŒrnberg Institut fĂŒr Marktentscheidungen (NIM), das an der Studie beteiligt ist.
"Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen FĂŒĂen".
Von den verbesserten Einkommensaussichten profitiert in diesem Monat die Anschaffungsneigung der Verbraucher: Der Indikator gewinnt 3,5 ZĂ€hler hinzu und klettert damit auf -4,0 Punkte. Ein besserer Wert wurde zuletzt mit -2,1 Punkten im MĂ€rz 2022 gemessen. Neben der verbesserten Einkommensstimmung spielt fĂŒr die Konsumneigung auch stets das Thema Inflation eine wichtige Rolle. Tiefergehende Analysen des NIM zu den GrĂŒnden fĂŒr die getrĂŒbte Anschaffungsneigung zeigen, dass die ĂŒberwiegende Mehrheit der Verbraucher hohe bzw. steigende Preise als wesentlichen Grund angibt. Hier hat sich zuletzt eine Entspannung abgezeichnet, da die Inflationsrate im Dezember 2025 in Deutschland auf 1,8 Prozent gesunken ist.
Die Konjunkturaussichten fĂŒr die kommenden 12 Monate schĂ€tzen die Verbraucher zu Jahresbeginn ebenfalls positiver ein. Der Indikator gewinnt 5,4 ZĂ€hler hinzu und weist nun 6,6 Punkte auf. Dies sind 8,2 Punkte mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Mit dem zweiten Anstieg in Folge verstĂ€rken sich nach Ansicht der Analysten die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach EinschĂ€tzung der Verbraucher nach drei Jahren Rezession bzw. Stagnation wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurĂŒckkehrt. So gehen die Wirtschaftsexperten derzeit davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von etwa einem Prozent rechnen kann.


