Industriestimmung in der Eurozone trĂŒbt sich deutlich ein
01.07.2024 - 11:32:37 | dpa.deDer Einkaufsmanagerindex von S&P Global (PMI) fiel im Monatsvergleich um 1,5 Punkte auf 45,8 ZÀhler, wie S&P am Montag in London nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. Ein vorlÀufiges Ergebnis wurde leicht nach oben revidiert.
Angesichts des stĂ€rksten ProduktionsrĂŒckgangs seit Jahresbeginn zeige die Industrie Anzeichen von SchwĂ€che, kommentierte S&P das Umfrageergebnis. Beschleunigt hĂ€tten sich auch die RĂŒckgĂ€nge bei Auftragseingang, Einkaufsmenge und BeschĂ€ftigung. Die GeschĂ€ftsaussichten binnen Jahresfrist seien dagegen positiv geblieben. Mit weniger als 50 Punkten signalisiert der Indikator allerdings wirtschaftliche Schrumpfung.
Im GroĂteil der erfassten LĂ€nder setzte sich die SchwĂ€che fort: Griechenland blieb Spitzenreiter, allerdings fiel der Index auf einen halbjĂ€hrigen Tiefstand. "Verlangsamt hat sich das Wachstum in Spanien und in den Niederlanden", erklĂ€rte S&P. In den ĂŒbrigen von der Umfrage erfassen LĂ€ndern habe sich die Lage im Juni verschlechtert. Deutschland bleibe Schlusslicht.
Cyrus de la Rubia, Chefökonom vom S&P-Partner Hamburg Commercial Bank, relativierte das ungĂŒnstige Ergebnis etwas: Er sei geneigt, die EintrĂŒbung eher als vorĂŒbergehende Erscheinung und nicht als Anzeichen eines lĂ€ngeren Abschwungs zu betrachten. In anderen Teilen der Welt habe sich die Erholung fortgesetzt. "Dieser weltweite Aufschwung bietet den Herstellern in der Eurozone ein gĂŒnstiges Umfeld."
Die Daten im Ăberblick:
Region/Index Juni Prognose VorlÀufig Vormonat EURORAUM Industrie 45,8 45,6 45,6 47,3 DEUTSCHLAND Industrie 43,5 43,4 43,4 45,4 FRANKREICH Industrie 45,4 45,3 45,3 46,4 ITALIEN Industrie 45,7 44,3 --- 45,6 SPANIEN Industrie 52,3 52,9 --- 54,0
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