USA lehnen Sanktionen gegen Internationalen Strafgerichtshof ab
03.06.2024 - 23:05:02 | dpa.deDie Regierung sei zwar zutiefst besorgt ĂŒber "die rĂŒcksichtslose Eile" des ChefanklĂ€gers, Haftbefehle gegen hohe israelische Beamte zu beantragen, teilte das WeiĂe Haus am Montag mit. "Gleichzeitig lehnt die Regierung die VerhĂ€ngung von Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshofs, sein Personal, seine Richter oder diejenigen, die seine Arbeit unterstĂŒtzen, ab."
Hintergrund ist ein Gesetzesentwurf, der im US-ReprĂ€sentantenhaus eingebracht worden ist. Er sieht Sanktionen und VisabeschrĂ€nkungen gegen AuslĂ€nder vor, die die BemĂŒhungen des Internationalen Strafgerichtshofs um bestimmte Ermittlungen und Strafverfolgungen unterstĂŒtzen. Es gebe wirksamere Möglichkeiten, Israel zu verteidigen und internationale Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht zu fördern, so das WeiĂe Haus. Die US-Regierung sei bereit, mit dem Kongress an diesen Optionen zu arbeiten.
Im Mai hatte der ChefanklĂ€ger des Internationalen Strafgerichtshofs einen Haftbefehl wegen mutmaĂlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Israels Regierungschef Netanjahu und Verteidigungsminister Joav Galant beantragt. Auch gegen den AnfĂŒhrer der islamistischen Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, und weitere Hamas-Vertreter wurden Haftbefehle beantragt. Biden bekrĂ€ftigte damals, dass die US-Regierung das Vorgehen des ChefanklĂ€gers ablehne. Er sprach von einem "beschĂ€menden" Vorgehen. Es gebe keine Gleichwertigkeit zwischen Israel und der Hamas, sagte der US-PrĂ€sident. Die USA sind wie Israel kein Mitglied des Gerichts.
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