'WSJ': USA bereiten weitere Waffenlieferung an Israel vor
17.02.2024 - 09:46:53Wie die Zeitung "Wall Street Journal" in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf amtierende und ehemalige US-Beamte berichtete, werden die PlĂ€ne innerhalb der Regierung von US-PrĂ€sident Joe Biden derzeit geprĂŒft und könnten sich im Detail noch Ă€ndern, bevor sie dem US-Kongress zur Genehmigung vorgelegt werden. Die israelische Regierung habe um eine "rasche Beschaffung dieser GĂŒter zur Verteidigung Israels gegen andauernde und neue regionale Bedrohungen" gebeten. Israel plant im SĂŒden des Gazastreifens eine Bodenoffensive auf die Stadt Rafah, wo mehr als eine Million PalĂ€stinenser Schutz suchen.
Die USA sind Israels VerbĂŒndeter und haben den Staat seit Beginn des Krieges gegen die Hamas in Gaza wiederholt mit zusĂ€tzlichen Waffen und Munition unterstĂŒtzt. Inzwischen drĂ€ngen die USA jedoch Israel dazu, von massiven Bombardierungen zu prĂ€ziseren SchlĂ€gen gegen die Hamas ĂŒberzugehen. Die neu vorgeschlagene Waffenlieferung umfasst laut dem "Wall Street Journal" denn auch PrĂ€zisionswaffen. Biden fordert von Israel, das Risiko ziviler Opfer zu verringern und eine Waffenruhe zu akzeptieren. Er sei der festen Ăberzeugung, dass es "einen vorĂŒbergehenden Waffenstillstand" geben mĂŒsse, um die Geiseln zu befreien. "Ich hoffe, dass die Israelis in der Zwischenzeit keine massive Bodenoffensive durchfĂŒhren werden", sagte Biden am Freitag. Er erwarte, dass das nicht passieren werde.
Auslöser des Gaza-Krieges war das beispiellose Massaker, das Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel verĂŒbt hatten. Sie ermordeten dabei 1200 Menschen und entfĂŒhrten mehr als 250 Menschen in den Gazastreifen. Bei Israels massiven Gegenangriffen in dem abgeriegelten KĂŒstenstreifen am Mittelmeer wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde von Freitag mehr als 28 700 Menschen getötet. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

