GesprĂ€che USA-China ĂŒber Zollstreit gehen weiter
11.05.2025 - 12:41:24Ranghohe Vertreter der USA und Chinas haben in Genf ihre GesprĂ€che ĂŒber eine Lösung im Zollstreit fortgesetzt. Das Treffen zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vize-MinisterprĂ€sidenten He Lifeng findet hinter verschlossenen TĂŒren statt. Nach den ersten beiden GesprĂ€chsrunden am Samstag Ă€uĂerte sich keine der Seiten zu den Inhalten. US-PrĂ€sident Donald Trump sagte lediglich, dass groĂe Fortschritte gemacht worden seien, nannte aber keinerlei Details.
Trump hatte die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt nach seinem Amtsantritt mit massiven Zöllen auf chinesische Produkte eskaliert. Sie liegen zurzeit bei 145 Prozent. China reagierte mit 125 Prozent Zöllen auf US-Produkte. Das KrĂ€ftemessen hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft, mit besonders verheerenden Folgen fĂŒr Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor.
USA wollen Export ankurbeln
Trumps Handelsminister Howard Lutnick gab sich am Sonntag ebenfalls «optimistisch» mit Blick auf die GesprĂ€che mit den Vertretern aus China - wurde aber nicht konkreter. Die hohen Zölle auf Importe aus China wĂŒrden natĂŒrlich dazu fĂŒhren, dass die Einfuhren zurĂŒckgingen, sagte er. Aber das sei nur ein erster Schritt in den Verhandlungen. «Die Zollpolitik des PrĂ€sidenten ist es, alle MĂ€rkte in der Welt zu öffnen, die fĂŒr uns verschlossen waren», so Lutnick im US-Fernsehen. Ziel sei, dass die Amerikaner mehr exportierten.Â
Peking wirbt derweil aktiv um andere Handelspartner. Der Â«ĂŒbergroĂe Markt» Chinas biete mehr Möglichkeiten fĂŒr Produkte aus Lateinamerika und der Karibik, sagte ein hochrangiger Beamter des AuĂenministeriums am Sonntag. Bei einem Forum mit Regierungsvertretern der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) kommende Woche in Peking sollen unter anderem Kooperationen bei Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Infrastruktur beschlossen werden.





