Stillschweigen, US-China-GesprÀchen

Stillschweigen nach US-China-GesprĂ€chen ĂŒber Zollstreit

11.05.2025 - 17:57:21

Die USA und China ringen um eine AnnĂ€herung, um den bilateralen Handel wieder in Schwung zu bringen. Was sie hinter verschlossenen TĂŒren in Genf vereinbaren, ist weiterhin nicht bekannt.

  • AnnĂ€herung, keine Verhandlungen, sagen die USA (Archivbild) - Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

    Jeff Chiu/AP/dpa

  • Eine AnnĂ€herung ist im Interesse beider LĂ€nder. (Archivbild) - Foto: ---/XinHua/dpa

    ---/XinHua/dpa

AnnÀherung, keine Verhandlungen, sagen die USA (Archivbild) - Foto: Jeff Chiu/AP/dpaEine AnnÀherung ist im Interesse beider LÀnder. (Archivbild) - Foto: ---/XinHua/dpa

Nach den ersten wichtigen GesprĂ€chen zwischen den USA und China ĂŒber ihren Zollstreit haben sich beide Seiten zunĂ€chst in Stillschweigen gehĂŒllt. Die Delegationen verließen den Treffpunkt in Genf, ohne sich zu Ă€ußern. US-Finanzminister Scott Bessent, der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer und der chinesische Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng hatten sowohl Samstag als auch Sonntag mehrere Stunden findet hinter verschlossenen TĂŒren miteinander gesprochen. US-PrĂ€sident Donald Trump sagte am Sonntag, dass große Fortschritte gemacht worden seien. Er nannte aber keinerlei Details.

Trump hat die Beziehungen zu China nach seinem Amtsantritt mit massiven Zöllen auf chinesische Produkte auf die Probe gestellt. Sie liegen zurzeit bei 145 Prozent. China reagierte mit 125 Prozent Zöllen auf US-Produkte. Keine Seite ging bislang auf die andere zu. Das KrĂ€ftemessen zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt hat Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft, mit besonders verheerenden Folgen fĂŒr Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor.

USA wollen Export ankurbeln

Trumps Handelsminister Howard Lutnick gab sich am Sonntag ebenfalls «optimistisch» mit Blick auf die GesprĂ€che in Genf - wurde aber auch nicht konkreter. Die hohen Zölle auf Importe aus China wĂŒrden natĂŒrlich dazu fĂŒhren, dass die Einfuhren zurĂŒckgingen, sagte er. Aber das sei nur ein erster Schritt in den Verhandlungen. «Die Zollpolitik des PrĂ€sidenten ist es, alle MĂ€rkte in der Welt zu öffnen, die fĂŒr uns verschlossen waren», so Lutnick im US-Fernsehen. Ziel sei, dass die Amerikaner mehr exportierten. 

Peking wirbt derweil aktiv um andere Handelspartner. Der Â«ĂŒbergroße Markt» Chinas biete mehr Möglichkeiten fĂŒr Produkte aus Lateinamerika und der Karibik, sagte ein hochrangiger Beamter des Außenministeriums am Sonntag. Bei einem Forum mit Regierungsvertretern der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) kommende Woche in Peking sollen unter anderem Kooperationen bei Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Infrastruktur beschlossen werden.

@ dpa.de