USA stationieren weitreichende Waffensysteme in Deutschland
10.07.2024 - 18:32:10Dazu sollen in Deutschland von 2026 an zeitweise Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und andere weitreichende Waffen stationiert werden, hieà es in einem gemeinsamen Statement der USA und Deutschlands, das am Rande des Nato-Gipfels in Washington veröffentlicht wurde.
Genannt wurden auch Flugabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Ăberschallwaffen, "die eine deutlich weitere Reichweite haben als gegenwĂ€rtige landgestĂŒtzte Systeme in Europa".
Die Marschflugkörper ("Cruise Missiles") sind wie auch das deutsche Waffensystem Taurus in der Lage, im Tiefflug weit in gegnerisches Gebiet einzudringen und wichtige Ziele zu zerstören. Dazu können Kommandostellen, Bunker und Radaranlagen gehören. Dabei wird der Tomahawk von Schiffen oder U-Booten eingesetzt, wÀhrend der Taurus von Flugzeugen aus gestartet wird.
US-PrĂ€sident Joe Biden hatte seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die TruppenprĂ€senz in Deutschland und Europa verstĂ€rkt, um das Nato-Territorium besser zu schĂŒtzen. Biden versichert immer wieder, die Vereinigten Staaten stĂŒnden unumstöĂlich zu ihren BĂŒndnispflichten in der MilitĂ€rallianz und wĂŒrden jeden Zentimeter von Nato-Territorium verteidigen. Mit einem Machtwechsel im WeiĂen Haus könnte sich das aber Ă€ndern.
Der republikanische Ex-PrĂ€sident Donald Trump will bei der Wahl im November erneut als Kandidat seiner Partei antreten und wieder ins WeiĂe Haus einziehen. Trump hatte in seiner Amtszeit (2017 bis 2021) mit einem Ausstieg der USA aus der Nato gedroht und immer wieder ĂŒber die seiner Ansicht nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben von europĂ€ischen Alliierten gewettert. Im aktuellen Wahlkampf wiederholte er diese VorwĂŒrfe und drohte Nato-LĂ€ndern, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkĂ€men, keinen amerikanischen Schutz mehr zu gewĂ€hrleisten.

