GfK: Verbraucherstimmung setzt negativen Trend fort
26.02.2025 - 08:00:00Seit Mitte des vergangenen Jahres stagniere das Konsumklima auf einem niedrigen Niveau. "Nach wie vor ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groĂ und die Planungssicherheit fehlt." "Die zĂŒgige Bildung einer neuen Bundesregierung nach den Bundestagswahlen und eine rasche Verabschiedung des Haushaltes fĂŒr dieses Jahr wĂŒrden sowohl bei Unternehmen wie auch privaten Haushalten zu mehr Planungssicherheit fĂŒhren", so der Konsumexperte. "Damit wĂ€ren wichtige Rahmenbedingungen gegeben, damit die Verbraucher wieder eher bereit wĂ€ren, Geld auszugeben und den Konsum zu beleben." Die Verbraucher schĂ€tzen die finanzielle Lage des eigenen Haushaltes fĂŒr die kommenden zwölf Monate zum zweiten Mal in Folge schwĂ€cher ein. Der Indikator verliert im Vergleich zum Januar 4,3 ZĂ€hler und sinkt damit auf - 5,4 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Januar 2024 gemessen: Damals lag die Einkommenserwartung bei -20 Punkten. Damit setzt der Einkommensindikator seinen AbwĂ€rtstrend, der Mitte des vergangenen Jahres einsetzte, auch im Februar fort. Die Anschaffungsneigung blieb derweil auch im Februar zwischen rĂŒcklĂ€ufigen Einkommensaussichten und einer steigenden Sparneigung eingeklemmt. Der Indikator verlor 2,7 ZĂ€hler und weist aktuell -11,1 Punkte auf. Schlechter war der Wert zuletzt vor acht Monaten: Im Juni 2024 wurden -13 Punkte gemessen. Im Gegensatz zur Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung schĂ€tzen die Deutschen aktuell die Konjunkturaussichten fĂŒr die kommenden zwölf Monate etwas positiver ein. Nach einem Plus von 2,8 ZĂ€hlern legte der Konjunkturindikator auf 1,2 Punkte zu. Der Befragungszeitraum fĂŒr die aktuelle Analyse war vom 30. Januar bis zum 10. Februar. Die Ergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherbefragungen, die monatlich im Auftrag der EU-Kommission durchgefĂŒhrt werden.


