GfK, Verbraucherstimmung

GfK: Verbraucherstimmung setzt negativen Trend fort

26.02.2025 - 08:00:00

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Februar weiter eingetrĂŒbt.

Das ist ein Ergebnis des sogenannten GfK-Konsumklimas, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach legten zwar die Konjunkturerwartungen leicht zu, aber die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung mussten zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Folglich wird fĂŒr MĂ€rz 2025 im Vergleich zum Vormonat (revidiert -22,6 ZĂ€hler) ein RĂŒckgang um 2,1 ZĂ€hler auf -24,7 Punkte prognostiziert. Neben der rĂŒcklĂ€ufigen Entwicklung von Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung sorgte auch eine steigende Sparneigung fĂŒr den RĂŒckgang des Konsumklimas: Sie legte um 1,2 ZĂ€hler zu und kletterte damit auf 9,4 Punkte. "Die aktuellen Zahlen zeigen keinerlei Anzeichen fĂŒr eine Erholung der Konsumstimmung in Deutschland", sagte Rolf BĂŒrkl, Konsumexperte beim NIM, das an der Studie beteiligt ist.

Seit Mitte des vergangenen Jahres stagniere das Konsumklima auf einem niedrigen Niveau. "Nach wie vor ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß und die Planungssicherheit fehlt." "Die zĂŒgige Bildung einer neuen Bundesregierung nach den Bundestagswahlen und eine rasche Verabschiedung des Haushaltes fĂŒr dieses Jahr wĂŒrden sowohl bei Unternehmen wie auch privaten Haushalten zu mehr Planungssicherheit fĂŒhren", so der Konsumexperte. "Damit wĂ€ren wichtige Rahmenbedingungen gegeben, damit die Verbraucher wieder eher bereit wĂ€ren, Geld auszugeben und den Konsum zu beleben." Die Verbraucher schĂ€tzen die finanzielle Lage des eigenen Haushaltes fĂŒr die kommenden zwölf Monate zum zweiten Mal in Folge schwĂ€cher ein. Der Indikator verliert im Vergleich zum Januar 4,3 ZĂ€hler und sinkt damit auf - 5,4 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im Januar 2024 gemessen: Damals lag die Einkommenserwartung bei -20 Punkten. Damit setzt der Einkommensindikator seinen AbwĂ€rtstrend, der Mitte des vergangenen Jahres einsetzte, auch im Februar fort. Die Anschaffungsneigung blieb derweil auch im Februar zwischen rĂŒcklĂ€ufigen Einkommensaussichten und einer steigenden Sparneigung eingeklemmt. Der Indikator verlor 2,7 ZĂ€hler und weist aktuell -11,1 Punkte auf. Schlechter war der Wert zuletzt vor acht Monaten: Im Juni 2024 wurden -13 Punkte gemessen. Im Gegensatz zur Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung schĂ€tzen die Deutschen aktuell die Konjunkturaussichten fĂŒr die kommenden zwölf Monate etwas positiver ein. Nach einem Plus von 2,8 ZĂ€hlern legte der Konjunkturindikator auf 1,2 Punkte zu. Der Befragungszeitraum fĂŒr die aktuelle Analyse war vom 30. Januar bis zum 10. Februar. Die Ergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherbefragungen, die monatlich im Auftrag der EU-Kommission durchgefĂŒhrt werden.

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