Verkehrsminister, Sondervermögen

Verkehrsminister wollen Sondervermögen vorantreiben

10.10.2024 - 13:29:03

Die Verkehrsminister der LĂ€nder wollen bis zur nĂ€chsten Bundestagswahl den Grundstein fĂŒr ein milliardenschweres Sondervermögen fĂŒr die vielerorts maroden Straßen, BrĂŒcken und Schienen legen.

DafĂŒr wollen sie unverzĂŒglich eine lĂ€nderoffene Kommission einsetzen, die das Konzept fĂŒr einen rechtssicheren Infrastrukturfonds ausarbeiten soll. Das geht aus einem gemeinsamen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz in Duisburg hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In die Kommission werde auch der Bund einbezogen. Das Gremium beginne unverzĂŒglich mit der Ausarbeitung des Konzepts.

Gemeinsames Ziel mĂŒsse es sein, den politischen EntscheidungstrĂ€gern in der kommenden Legislaturperiode "ein ausgewogenes und zukunftsfestes Fondsmodell zur Beschlussfassung vorlegen zu können", heißt es in dem Beschluss. "Ohne einen wirksamen Strategiewechsel sind weitere Verschlechterungen zu erwarten, Schadensereignisse werden realistischer."

Wissing fehlte in Duisburg

Einen entsprechenden Vorschlag fĂŒr einen Infrastrukturfonds hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bereits ins Spiel gebracht. Wissing selbst war bei der Verkehrsministerkonferenz nicht dabei.

Die LĂ€nderverkehrsminister bedauerten, dass Wissings Ministerium nicht wie von ihnen erbeten, bis zu ihrer Herbstkonferenz ein Konzept vorgelegt habe. Ein "Neustart" in der Infrastrukturfinanzierung und somit die Einrichtung eines Verkehrsinfrastrukturfonds seien dringend erforderlich, hieß es weiter.

@ dpa.de