Sondervermögen-PlÀne, Zinskosten

Sondervermögen-PlĂ€ne treiben Zinskosten fĂŒr Bund in die Höhe

14.03.2025 - 13:31:28

Die von Union und SPD angestrebten Schulden fĂŒr Infrastruktur und MilitĂ€r verursachen schon jetzt Mehrkosten fĂŒr das Land.

Seit die Maßnahmen vergangene Woche angekĂŒndigt wurden, sind die Zinsen auf Bundesanleihen merklich gestiegen. Bei Papieren mit einer Laufzeit von zehn Jahren erhöhten sie sich etwa von 2,5 auf 2,9 Prozent. WĂŒrde diese Spanne fĂŒr alle Laufzeiten zugrunde gelegt, ergĂ€be sich bei der fĂŒr 2025 vorgesehenen Schuldenaufnahme von insgesamt 371 Milliarden Euro aufs Jahr gerechnet eine Mehrbelastung des Bundeshaushalts von rund 1,5 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" berichtet. Die Zinsen stiegen demnach, weil die AnkĂŒndigung zusĂ€tzlicher Staatsschulden den Kurs der bislang ausgegebenen Anleihen senke und damit deren Rendite erhöhe. Zudem steigerten zusĂ€tzliche Schulden das Risiko der Anleihen, was sich Anleger entsprechend bezahlen ließen, heißt es in dem Bericht weiter. Die PlĂ€ne von Union und SPD beeinflussten aber nicht nur die deutschen Refinanzierungskosten.

Sie trieben auch die Zinsen fĂŒr die Anleihen europĂ€ischer PartnerlĂ€nder in die Höhe, da sich deren RenditeaufschlĂ€ge parallel zu denen der deutschen Anleihen entwickelten, weil sich die FinanzmĂ€rkte an diesen orientierten.

@ dts-nachrichtenagentur.de