ZweitÀgiger Verdi-Warnstreik bei Lufthansa trifft Passagiere
04.03.2024 - 09:17:52Der nĂ€chste Verdi-Warnstreik bei der Lufthansa trifft wieder die Passagiere. Die Gewerkschaft rief am Montag das gesamte Bodenpersonal fĂŒr Donnerstag und Freitag dieser Woche zu einem Ausstand auf. Er soll in den passagiernahen Bereichen am Donnerstag um 4.00 Uhr beginnen und am Samstag um 7.10 Uhr enden. Im laufenden Tarifkonflikt fĂŒr rund 25.000 BodenbeschĂ€ftigte hatte es bereits zwei Warnstreikwellen gegeben, die den Passagierverkehr jeweils fĂŒr rund einen Tag lahmlegten.
In der vergangenen Woche hatte Verdi Lufthansa-Betriebsteile in der Technik und Frachtabfertigung bestreikt, um ein verbessertes Angebot des Unternehmens zu erzwingen. Bislang ist die nĂ€chste Runde fĂŒr den 13. und 14. MĂ€rz angesetzt. FĂŒr frĂŒhere GesprĂ€che ist Verdi nur bei einem erhöhten Angebot bereit.
Laut Verdi traten am Samstag BeschĂ€ftigte in den Ausstand, die bei Lufthansa Cargo die Beladung von Maschinen steuern oder fĂŒr die Abwicklung der Fracht zustĂ€ndig sind. Laut einer Lufthansa-Sprecherin gab es wegen des Warnstreiks zum Beispiel Annahmestopps fĂŒr Spezialfracht. Man versuche jetzt, den RĂŒckstau schnellstmöglich abzuarbeiten.
Lufthansa empört ĂŒber weitere Warnstreiks
Die Lufthansa hatte sich ĂŒber die fortgesetzten Warnstreiks empört gezeigt und besonders die Vorbedingungen von Verdi kritisiert, um an den Verhandlungstisch zurĂŒckzukehren. Der Konzern stellte deswegen die Tarifverhandlungen insgesamt infrage.
Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Marvin Reschinsky bedauerte in einer Mitteilung die Auswirkungen auf Passagiere: «In den vergangenen Tagen haben wir bewusst den Passagierverkehr mit unseren Streiks ausgelassen. Lufthansa vermittelt uns mit dem Ignorieren unserer Verhandlungsaufforderung jedoch, dass sie sich erst bewegen wird, wenn der Druck weiter steigt. FĂŒr die Passagiere braucht es dringend Lösungen und ZuverlĂ€ssigkeit. Die BeschĂ€ftigten und wir sind bereit, dies mit einem ernsthaften Angebot herzustellen.»
Verdi hatte 12,5 Prozent mehr Geld und eine InflationsausgleichsprÀmie bei einem Jahr Laufzeit gefordert. Die Lufthansa hat bislang bei 28 Monaten Laufzeit 10 Prozent höhere GehÀlter angeboten.


