HandwerksprÀsident: Wartezeiten auf Termin sinken auf 8,9 Wochen
16.05.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDittrich beschrieb die Folgen des Iran-Kriegs auf das deutsche Handwerk als dramatisch. Der Druck sei massiv. Es bestehe die Gefahr, dass ganze GeschĂ€ftsmodelle kippen und zahlreiche ArbeitsplĂ€tze abgebaut werden. Das Handwerk habe schon im letzten Jahr ĂŒber 60.000 ArbeitsplĂ€tze verloren. Und in der Iran-Krise schöben viele Familien geplante Investitionen auf. Die AuftrĂ€ge nĂ€hmen ab.
Dittrich rief die Bundesregierung zu einer VerlĂ€ngerung des Tankrabatts ĂŒber die beschlossenen zwei Monate hinaus auf. "So lange diese Krise andauert und der Staat dadurch Mehreinnahmen erzielt, sollte er sie auch weitergeben. So lange sollte der Tankrabatt bleiben", sagte er. In der Baubranche gebe es Preissteigerungen bis zu 50 Prozent, auch weil die Transportkosten steigen, betonte der HandwerksprĂ€sident.
Im Interview erlĂ€uterte Dittrich die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Handwerk. Unmittelbar seien die Lieferketten gestört, insbesondere im Bau. Viele Materialien wĂŒrden mit hohem Energieaufwand hergestellt. StyropordĂ€mmung, fĂŒr die man Erdöl brauche, werde direkt teurer. Die Leute wichen auf Mineralwolle aus, die dadurch knapp werde. In der Baubranche seien Preissteigerungen bis zu 50 Prozent zu sehen, auch weil die Transportkosten stiegen. Die Lieferzeiten hĂ€tten sich sprunghaft von zwei auf 16 Wochen erhöht. Es gebe aber noch einen indirekten Effekt: Wenn die Menschen mehr Geld an der Tankstelle ausgĂ€ben, gingen sie seltener zum Friseur und kauften weniger beim BĂ€cker oder Metzger ein. Diese KaufzurĂŒckhaltung setze sofort ein.
Auf die Frage, wie viele Jobs bedroht seien, antwortete Dittrich, der Druck sei massiv. Es bestehe die Gefahr, dass ganze GeschĂ€ftsmodelle kippen und zahlreiche ArbeitsplĂ€tze abgebaut werden. Das Handwerk habe schon im letzten Jahr ĂŒber 60.000 ArbeitsplĂ€tze verloren. In der Iran-Krise schöben viele Familien geplante Investitionen auf. Die AuftrĂ€ge nĂ€hmen ab.
Zum Tankrabatt sagte Dittrich, dies sei definitiv ein richtiger Schritt, weil der Staat durch höhere Steuereinnahmen bei der Mineralölsteuer von der Krise profitiere. Auf die Frage, ob der Rabatt ĂŒber die zwei Monate hinaus verlĂ€ngert werden solle, antwortete er: "So lange diese Krise andauert und der Staat dadurch Mehreinnahmen erzielt, sollte er sie auch weitergeben. So lange sollte der Tankrabatt bleiben." Das Wichtigste sei allerdings, dass Deutschland seine WettbewerbsfĂ€higkeit stĂ€rke. Man brauche Reformen - jetzt.
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