Wirtschaftswachstum, LĂ€nder

Wirtschaftswachstum der LÀnder: Im Norden lÀuft es besser

15.04.2025 - 10:47:47

Die Wirtschaft in Norddeutschland lĂ€uft derzeit deutlich besser als im SĂŒden, Osten und Westen.

Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt in Niedersachsen um 1,4 Prozent zu, wie das MĂŒnchner Ifo-Institut berechnet hat. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 1,1 Prozent, in Schleswig-Holstein 1,0 Prozent, wĂ€hrend Deutschland insgesamt einen RĂŒckgang um 0,2 Prozent hinnehmen musste.

Auch Hessen konnte sich mit einem Wachstum um 0,8 Prozent gegen den AbwĂ€rtstrend stemmen. Hamburg stagnierte im vierten Quartal mit einer schwarzen Null, hat aber im Gesamtjahr die Nase vorn. FĂŒr die restlichen BundeslĂ€nder kommt das Ifo bei seiner saisonbereinigten Berechnung auf sinkende Werte.

RĂŒstungsindustrie spielt wichtige Rolle

"Die Industrie im Norden entkoppelt sich von der gesamtdeutschen Entwicklung, wobei der Aufschwung in der RĂŒstungsindustrie hier eine zentrale Rolle spielt", sagt Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. "In Hessen lĂ€uft es vor allem recht gut fĂŒr die Finanz- und Unternehmensdienstleister."

Besonders schlecht lief es im vierten Quartal in Sachsen mit einem RĂŒckgang um 1,8 Prozent und Sachsen-Anhalt mit minus 1,4 Prozent. Bremen war mit einem RĂŒckgang um 0,7 Prozent das einzige Nord-Bundesland im Minus. Brandenburg verlor 0,6 Prozent, ThĂŒringen 0,5.

Bayerische WachstumsschwÀche setzt sich fort

In Bayern, Berlin und dem Saarland sank das Bruttoinlandsprodukt laut Ifo jeweils um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Damit setzte sich die SchwĂ€che der bayerischen Wirtschaft der ersten beiden Quartale fort, erklĂ€rten die Wirtschaftsforscher. Im Gesamtjahr weist der Freistaat sogar ein Minus von 1,0 Prozent auf. In Baden-WĂŒrttemberg sank das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 0,4 Prozent gegenĂŒber dem Vorquartal, in Nordrhein-Westfalen um 0,6 Prozent. "Dies ist wie in Rheinland-Pfalz der Ausdruck eines verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig höheren Anteils energieintensiver Industrien", sagt Lehmann. Rheinland-Pfalz wies ein Minus von 0,4 Prozent auf.

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