Deutschland, Arbeitsmarkt

IAB sieht schwÀchsten BeschÀftigungsausblick seit Corona

28.04.2026 - 11:23:41 | dpa.de

Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs machen sich in Deutschland bemerkbar. Arbeitsmarktforschern zufolge belastet der Ölpreisschock die BeschĂ€ftigungschancen.

Die Unsicherheit um den Iran-Krieg belastet den Arbeitsmarkt in Deutschland (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Unsicherheit um den Iran-Krieg belastet den Arbeitsmarkt in Deutschland (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa

Arbeitsmarktforscher blicken so pessimistisch auf die BeschĂ€ftigungsaussichten in Deutschland wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. «Die Dauerkrise in der Industrie und der Ölpreisschock drĂŒcken auf die BeschĂ€ftigung», sagte der Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am Institut fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Enzo Weber. 

Das IAB veröffentlicht monatlich ein Arbeitsmarktbarometer, das neben der BeschÀftigung auch eine Prognose zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit abgibt und auf einer Umfrage unter allen deutschen Arbeitsagenturen zu deren Erwartungen basiert. Das Barometer kam im April wie im Vormonat auf einen Wert von 99,4 Punkte. Ein Wert von 100 Punkten gibt eine neutrale Entwicklung am Arbeitsmarkt an, 110 wÀre eine besonders gute, 90 eine besonders schlechte Entwicklung.

Arbeitslosigkeit dĂŒrfte weiter steigen

Die Komponente zur Vorhersage der BeschĂ€ftigung in Deutschland sank um 0,2 ZĂ€hler auf die neutrale Marke von 100 Punkten. Sie lag damit auf dem schwĂ€chsten Stand außerhalb der Corona-Pandemie, so das IAB. 

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit signalisiere zudem eine steigende Arbeitslosigkeit. Als Grund hÀtten in der Befragung 20 der 146 Arbeitsagenturen den Iran-Krieg und die Folgen genannt.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im MĂ€rz bei 6,4 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen war zwar mit der allgemeinen FrĂŒhjahrsbelebung gegenĂŒber dem Vormonat Februar um 49.000 auf 3,021 Millionen Menschen gesunken, aber höher als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. An diesem Donnerstag legt die Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) die Arbeitsmarktzahlen fĂŒr April vor.

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