Wohnungen werden gröĂer
28.07.2023 - 08:48:07Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Zum Jahresende 2022 betrug die durchschnittliche WohnflÀche je Wohnung 92,2 Quadratmeter, die durchschnittliche WohnflÀche pro Kopf lag bei 47,4 Quadratmetern.
Damit haben sich die WohnflĂ€che je Wohnung seit dem Jahr 2012 um 1,0 Quadratmeter (+1,1 Prozent) und die WohnflĂ€che je Einwohner um 1,2 Quadratmeter (+2,6 Prozent) erhöht. Innerhalb dieses Zeitraums verringerte sich die WohnflĂ€che je Einwohner lediglich in den Jahren 2015 und 2022 um jeweils um 0,3 Quadratmeter, was auf die verstĂ€rkte Zuwanderung in diesen Jahren zurĂŒckzufĂŒhren sein dĂŒrfte, so die Statistiker. Da der Wohnungsbestand seit 2012 etwas stĂ€rker wuchs als die Bevölkerung, verringerte sich das VerhĂ€ltnis "Personen je Wohnung" geringfĂŒgig: Ende 2022 betrug das VerhĂ€ltnis gut 1,9 Personen je Wohnung, wĂ€hrend es Ende 2012 knapp 2,0 Personen je Wohnung waren. Zum Jahresende 2022 gab es in Deutschland rund 43,4 Millionen Wohnungen, 0,7 Prozent oder 282.800 Wohnungen mehr als Ende 2021. Diese VerĂ€nderung ergibt sich aus 295.300 im Jahr 2022 neu gebauten Wohnungen abzĂŒglich 12.500 Wohnungen, die beispielsweise durch den Abriss von GebĂ€uden oder die Umwidmung von Wohn- zu GewerbeflĂ€chen aus dem Wohnungsbestand fielen. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, jĂ€hrlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen. Im Vergleich zum Jahresende 2012 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 6,3 Prozent oder 2,6 Millionen Wohnungen, die WohnflĂ€che vergröĂerte sich um 7,4 Prozent auf 4,0 Milliarden Quadratmeter. Damit wuchsen der Wohnungsbestand und die WohnflĂ€che in den vergangenen zehn Jahren stĂ€rker als die Bevölkerung in Deutschland, die in diesem Zeitraum um 4,8 Prozent beziehungsweise 3,8 Millionen auf 84,4 Millionen Menschen zunahm. Von den 43,4 Millionen Wohnungen zum Jahresende 2022 befanden sich rund 41,9 Millionen in WohngebĂ€uden. Mit 52,5 Prozent oder 22,0 Millionen Wohnungen befand sich der GroĂteil davon in MehrfamilienhĂ€usern. Im Durchschnitt bestand damit jedes der deutschlandweit 3,3 Millionen MehrfamilienhĂ€user aus 6,7 Wohneinheiten. Die 13,0 Millionen EinfamilienhĂ€user machten knapp ein Drittel (31,0 Prozent) der Wohnungen in WohngebĂ€uden aus. 15,2 Prozent (6,4 Millionen) der Wohnungen befanden sich in den insgesamt 3,2 Millionen ZweifamilienhĂ€usern, weitere 1,3 Prozent (0,5 Millionen) in Wohnheimen. In NichtwohngebĂ€uden waren 3,3 Prozent oder rund 1,4 Millionen Wohnungen untergebracht - hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in BĂŒrogebĂ€uden.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


