Zahl beantragter Regelinsolvenzen erneut stark gestiegen
12.12.2023 - 08:07:03Bei den Ergebnissen ist zu berĂŒcksichtigen, dass die AntrĂ€ge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einflieĂen, der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen FĂ€llen annĂ€hernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur GeschĂ€ftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen GrĂŒnden beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten. Von Januar bis September 2023 meldeten die Amtsgerichte nach endgĂŒltigen Ergebnissen 13.270 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 24,7 Prozent mehr als von Januar bis September 2022, als die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in etwa auf dem niedrigen Niveau des von Corona-Sonderregelungen geprĂ€gten Vergleichszeitraums des Jahres 2021 geblieben war (-0,4 Prozent gegenĂŒber Januar bis September 2021). Die Forderungen der GlĂ€ubiger aus den von Januar bis September 2023 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 21,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten die Forderungen bei rund 10,8 Milliarden Euro gelegen. Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es von Januar bis September 2023 in Deutschland insgesamt 39,1 Unternehmensinsolvenzen, so die Statistiker weiter. Die meisten Insolvenzen je 10.000 Unternehmen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 79,5 FĂ€llen. Dann folgten die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 63,8 FĂ€llen. Die geringste InsolvenzhĂ€ufigkeit mit 4,4 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen gab es in der Energieversorgung. Von Januar bis September 2023 gab es zudem 50.018 Verbraucherinsolvenzen: Das ist ein Anstieg gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent.


