Millionen, Menschen

Mehr als drei Millionen Menschen suchen Schutz in Deutschland

23.05.2024 - 10:58:28

Die Zahl der Schutz suchenden AuslÀnderinnen und AuslÀnder ist in Deutschland bis Ende 2023 erneut gestiegen.

Zum Ende des vergangenen Jahres seien im AuslĂ€nderzentralregister 3,17 Millionen Menschen als Schutzsuchende erfasst worden und damit 95 000 mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine war auch 2022 die Zahl der Schutz suchenden Menschen gestiegen. Sie halten sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitĂ€re oder politische GrĂŒnde in Deutschland auf.

Die meisten Menschen kommen nach Angaben des Bundesamtes aus der Ukraine mit 977 000, allerdings nahm die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent ab. Weitere große Gruppen stammen mit 712 000 Menschen aus Syrien (plus 6 Prozent), aus Afghanistan (323 000/ plus 13 Prozent), dem Irak (200 000/ minus 5 Prozent) und der TĂŒrkei (152 000/ plus 51 Prozent). Diese fĂŒnf NationalitĂ€ten machten insgesamt fast drei Viertel aller Schutzsuchenden aus.

Gut 2,5 Millionen Menschen verfĂŒgten Ende vergangenen Jahres ĂŒber einen Schutzstatus aus humanitĂ€ren GrĂŒnden. Das seien zwölf Prozent mehr gewesen als im Jahr zuvor, was vor allem auf die Anerkennung ukrainischer KriegsflĂŒchtlinge zurĂŒckzufĂŒhren sei. Insgesamt war mit 87 Prozent fĂŒr die große Mehrheit aller dieser Menschen der Schutzstatus befristet.

Etwa die HĂ€lfte der Menschen mit einem befristeten Aufenthaltsstatus bekam diesen ĂŒber ein Asylverfahren. Ohne Asylverfahren gab es auch Schutz, wie er zum Beispiel wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gewĂ€hrt wurde. Es gab 189 000 FlĂŒchtlinge, deren Asylgesuch abgelehnt wurde oder die ihren Schutzstatus verloren haben.

Wegen noch nicht rechtskrÀftiger Entscheidungen war nach Angaben des Bundesamtes bei 455 000 Menschen der Schutzstatus Ende 2023 noch offen. Das seien 20 Prozent weniger als im Vorjahr gewesen, was den Statistikern zufolge vor allem mit bearbeiteten AntrÀgen von Menschen aus der Ukraine zusammenhing.

@ dpa.de

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