Dutzend, US-Bundesstaaten

Ein Dutzend US-Bundesstaaten klagen gegen Trumps Zollpolitik

24.04.2025 - 04:36:18

Die Zölle des PrÀsidenten sind nach Meinung der KlÀger rechtswidrig und schaden der amerikanischen Wirtschaft. Trump will dennoch in den kommenden Wochen Zölle festlegen.

  • Die klagenden Bundesstaaten halten Trumps Zölle fĂŒr rechtswidrig. (Archivbild) - Foto: Uncredited/CHINATOPIX/AP/dpa

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  • Trump will in den nĂ€chsten zwei bis drei Wochen Zölle festsetzen.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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Die klagenden Bundesstaaten halten Trumps Zölle fĂŒr rechtswidrig. (Archivbild) - Foto: Uncredited/CHINATOPIX/AP/dpaTrump will in den nĂ€chsten zwei bis drei Wochen Zölle festsetzen.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Ein Dutzend US-Bundesstaaten haben vor dem Gerichtshof fĂŒr Internationalen Handel in New York gegen die «rechtswidrigen» Zölle von PrĂ€sident Donald Trump geklagt. Mit seinen willkĂŒrlich erhobenen Abgaben habe der PrĂ€sident «die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung umgestoßen und die amerikanische Wirtschaft ins Chaos gestĂŒrzt», heißt es in der Klage. Die Befugnis Steuern, Zölle und Abgaben zu erheben, liege laut US-Verfassung beim Kongress, nicht beim PrĂ€sidenten, argumentieren die KlĂ€ger. Die nationale Handelspolitik dĂŒrfe nicht von dessen Launen abhĂ€ngen. 

Geklagt haben die demokratischen Bundesstaaten Oregon, Colorado, Connecticut, Delaware, Illinois, Maine, Minnesota, New Mexico, New York und Vermont sowie die republikanischen Staaten Arizona und Nevada. Da die Zölle rechtswidrig seien, solle das Gericht sie außer Kraft setzen, fordern sie laut der Klage. 

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung des Bundesstaats Kalifornien wegen Trumps weitreichender Sonderzölle Klage eingereicht. Dem Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) zufolge belasten die gewaltigen US-Zölle und entsprechende Vergeltungsmaßnahmen die globale Haushaltslage. Auch die USA selbst leiden unter den Maßnahmen.

Trump will in nÀchsten zwei bis drei Wochen Zölle festlegen

Dennoch will Trump in den nĂ€chsten zwei bis drei Wochen Zölle festsetzen, wenn er keine Fortschritte bei den GesprĂ€chen mit internationalen Handelspartnern der USA sehe. «Wenn wir keine Vereinbarung mit einem Unternehmen oder einem Land haben, werden wir den Zoll festsetzen. Wir legen einfach den Zoll fest», sagte Trump bei der Unterzeichnung mehrerer Dekrete zum Bildungssystem in Washington. Das könne auch fĂŒr China gelten. Vielleicht gebe es aber fĂŒr China eine besondere Vereinbarung. 

Die USA und China stehen nach Angaben Trumps im tĂ€glichen Kontakt. Auf die Frage einer Journalistin, ob es irgendeinen direkten Kontakt mit China im Handelskonflikt gebe, antwortete Trump: «Ja, natĂŒrlich. Und jeden Tag, jeden Tag.»

Trump hatte den Handelskonflikt Anfang April durch die Erhebung von Sonderzöllen gegen zahlreiche LÀnder eskaliert. SpÀter ordnete er eine 90-tÀgige Pause der AufschlÀge an. Lediglich auf Produkte aus China gelten weiterhin Sonderzölle von bis zu 145 Prozent. Peking erhob im Gegenzug Zölle in Höhe von 125 Prozent auf Waren aus den USA.

@ dpa.de