DIW, ProduktivitÀt

DIW erwartet höhere ProduktivitÀt durch Mindestlohn von 15 Euro

24.04.2025 - 00:00:00

DIW-PrÀsident Marcel Fratzscher hat die Erhöhung der Lohngrenze auf 15 Euro ab 2026 gefordert.

"Ein Mindestlohn von 15 Euro dĂŒrfte sich gesamtwirtschaftlich positiv fĂŒr die deutsche Wirtschaft auswirken", sagte Fratzscher der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Viele Menschen im Niedriglohnbereich haben in den vergangenen Jahren unter der hohen Inflation gelitten. Eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro wĂŒrde den Kaufkraftverlust durch die hohe Inflation kompensieren. Ein höherer Konsum und ein stĂ€rkeres Wirtschaftswachstum wĂ€ren ein weiteres, positives Resultat einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns", sagte Fratzscher. "Deutschland hat heute einen erheblichen ArbeitskrĂ€ftemangel", sagte der Chef des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW).

"Die Erfahrung mit dem Mindestlohn in der Vergangenheit zeigt, dass eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns zu einer Verschiebung der BeschĂ€ftigung hin zu solchen Unternehmen und Branchen fĂŒhrt, die einen höheren Mindestlohn zahlen können. Dies bedeutet fĂŒr einzelne Unternehmen, die einen höheren Mindestlohn nicht zahlen können, wirtschaftliche Nachteile, fĂŒr die gesamte Wirtschaft erhöht die Verschiebung jedoch die Effizienz und die ProduktivitĂ€t", erklĂ€rte er. Die Mindestlohnkommission sei im Übrigen "nicht unabhĂ€ngig, sondern sie wird von den Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestimmt", so der DIW-Chef.

@ dts-nachrichtenagentur.de