Drohnenabwehr, Nato

Drohnenabwehr: Nato stÀrkt PrÀsenz im Schwarzen Meer

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 12:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Nato verstÀrkt angesichts der Intensivierung russischer Angriffe auf ukrainische Exportrouten ihre militÀrische PrÀsenz in der Schwarzmeer-Region.

Es gehe darum, dass BĂŒndnisstaaten zusĂ€tzliche SeefernaufklĂ€rungsflugzeuge, Radarsysteme, Drohnen und Spezialteams zur Untersuchung von Sprengstoffen zur VerfĂŒgung stellten, sagte der Sprecher des militĂ€rischen Hauptquartiers in Mons der Deutschen Presse-Agentur. Zudem wĂŒrde auch zusĂ€tzliches Geheimdienstpersonal mobilisiert.

Entscheidend sei, das Lagebild in der Region durch den verstĂ€rkten Einsatz von Sensoren und einen intensiveren Datenaustausch zu verbessern, erklĂ€rte Martin L. O'Donnell. Ein AufklĂ€rungsflugzeug der US-Navy vom Typ Poseidon nahm Medienberichten in Sofia zufolge seine Mission vor der bulgarischen SchwarzmeerkĂŒste auf. Bulgariens Regierung hatte die EU und die Nato nach den VorfĂ€llen der vergangenen Woche um UnterstĂŒtzung gebeten.

Zahlreiche Angriffe in kurzer Zeit

Zuletzt hatten sich im Schwarzen Meer Drohnenangriffe auf Handelsschiffe gehĂ€uft. Betroffen waren unter anderem Transporte vor der KĂŒste der Nato-Staaten Bulgarien und RumĂ€nien. In der vergangenen Woche wurde rund 33 Kilometer östlich des bulgarischen KĂŒstenortes Bjala das ukrainische Schiff "Chelsea 3" von drei Drohnen getroffen. Bei dem zweiten Vorfall, rund 31 Kilometer vor dem Ort Krapez nahe der rumĂ€nischen Grenze, wurde ein Schiff getroffen und versenkt.

Davor war unter anderem nahe dem rumĂ€nischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe ein mit Getreide beladenes tĂŒrkisches Handelsschiff untergegangen. Zwei Seeleute kamen dabei ums Leben. Nach Angaben des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj wurde der Frachter von russischen Drohnen getroffen.

EU-Chefdiplomatin warnt vor ErnÀhrungskrise

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte wegen der Situation zuletzt vor einer neuen globalen ErnĂ€hrungskrise gewarnt. Kallas sagte, die Ukraine sei einer der wichtigsten Agrar-Exporteure der Welt und Russlands Handeln mache es weltweit schwieriger, die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Sechs Angriffe mutmaßlich russischer Drohnen innerhalb von zehn Tagen markierten eine gefĂ€hrliche und inakzeptable Eskalation.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sieht in den Angriffen einen "Ausdruck der russischen BemĂŒhungen, den westlichen Teil des Schwarzen Meeres fĂŒr die Schifffahrt völlig untauglich zu machen".

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