Automatisierung, Digitalisierung

Automatisierung und Digitalisierung / Mit Innovation die zukunftsfÀhige Produktion gestalten

14.03.2024 - 09:59:07

DĂŒsseldorf - Fast die HĂ€lfte der deutschen Unternehmen fĂŒhlt sich gar nicht oder nur mittelmĂ€ĂŸig vorbereitet. Nur Top-Performer steigern bereits ihre ProfitabilitĂ€t mit Automatisierung und Digitalisierung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die von der Unternehmensberatung Kearney erstellt worden ist. Im Rahmen des "32. Fabrik des Jahres Kongresses" hat Kearney unter dem Titel "Automatisierung und Digitalisierung - Mit Innovation die zukunftsfĂ€hige Produktion gestalten" mehr als 200 FĂŒhrungskrĂ€fte aus produzierenden Unternehmen verschiedener Industrien befragt.

Automatisierung und Digitalisierung stehen ganz oben auf den Agenden vieler Unternehmen. WĂ€hrend einige die digitalen Technologien voll ausschöpfen, stehen andere erst am Anfang ihres Transformationsprozesses. So haben laut Kearney-Studie nur etwa 8 Prozent der 200 befragten Unternehmen die Digitalisierung fest in ihren AblĂ€ufen integriert. Etwa 10 Prozent der Unternehmen sind laut Studie gerade erst dabei, ihre digitale Strategie zu entwickeln. Und knapp die HĂ€lfte befindet sich noch komplett im Experimentierstadium. Insgesamt fĂŒhlen sich mehr als 40 Prozent der Befragten nicht ausreichend vorbereitet fĂŒr ihren Transformationsprozess.

"Unsere Studie zeigt, dass sich die deutsche Industrie derzeit in unterschiedlichen Entwicklungsstadien bei der Digitalisierung und Automatisierung befindet. Aus ihr wird aber auch ersichtlich, dass die Vorreiter der Industrie durch gezielte Maßnahmen ihre WettbewerbsfĂ€higkeit stĂ€rken und es schaffen, gegen die nachteiligen Faktorkosten im deutschsprachigen Raum zu wirken.", so Daniel Stengel, Director, Projektleiter "Fabrik des Jahres", Kearney.

Steigende Zinsen, sich Ă€ndernde regulatorische Anforderungen und sich wandelnde Marktbedingungen fĂŒhren dazu, dass Automatisierung und Digitalisierung wichtiger denn je sind fĂŒr den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Trotz vieler Vorteile, die die Unternehmen bei der Transformation sehen, berichten sie jedoch auch von vielfĂ€ltigen Herausforderungen in diesem Prozess.

Herausforderungen der Transformation

Laut Kearney-Studie sind die Top 3 Herausforderungen fĂŒr sie: Implementierungskosten, Legacy-Systeme sowie FachkrĂ€ftemangel. Die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierung und Automatisierung erfordert daher eine klare Strategie und eine Reihe von Leitlinien, die Unternehmen dabei unterstĂŒtzen, ihre Ziele effektiv zu erreichen.

5 Strategien, wie Top-Unternehmen mit digitaler Transformation den Umsatz steigern.

Um die Herausforderungen im Transformationsprozess zu meistern, halten sich die Industrievorreiter an fĂŒnf wesentliche Richtlinien, mit denen sie ihren Umsatz sogar auch steigern konnten:

Eine klare Roadmap mit definierten Key Performance Indicators (KPIs) und einer robusten Governance Struktur ist unerlÀsslich. Diese Roadmap soll PrioritÀten setzen und AbhÀngigkeiten aufzeigen, um eine gezielte Umsetzung zu ermöglichen. Eine robuste Governance-Struktur ist unerlÀsslich, um sicherzustellen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg bleibt und die gesetzten Ziele erreichen kann. Diese klare Struktur, zusammen mit den messbaren KPIs, ermöglicht es, Verantwortlichkeiten zuzuweisen und den Fortschritt effektiv zu kontrollieren.

Bei Investitionen und strategischen Entscheidungen ist es wichtig, ĂŒber den ĂŒblichen Return-on-Investment-Zeitraum von zwei Jahren hinauszudenken. Einige Projekte erfordern möglicherweise eine differenziertere Betrachtung, da ihr Wert nicht allein durch finanzielle Kennzahlen gemessen werden kann. Solche Projekte, wie beispielsweise die Investitionen in Infrastruktur und Enabler, sollten nicht allein aus ProfitabilitĂ€tsgrĂŒnden de-priorisiert werden. Das Warten könnte dazu fĂŒhren, dass der Anschluss verloren geht oder das Unternehmen sich die Investitionen zu einem spĂ€teren Zeitpunkt nicht mehr leisten kann. Sei es finanziell oder weil es das Unternehmen ĂŒberfordern könnte, wenn zu viele VerĂ€nderungen auf einmal angegangen werden mĂŒssten.

Das Ausbalancieren von lokalen, smarten Lösungen mit Innovation ist entscheidend. Dabei geht es darum, pragmatische Tools und Use Cases zu entwickeln, die kurzfristige Erfolge ermöglichen, wÀhrend gleichzeitig ein ausgeglichenes VerhÀltnis zu mittel- bis langfristigen, integrierten Lösungen gewÀhrleistet wird.

Die Einbeziehung der Mitarbeiter:innen und Teams in den Prozess der Lösungsgenerierung ist entscheidend. Eine Kultur, in der Mitarbeiter:innen befÀhigt werden, Lösungen selbst zu entwickeln, sei es durch "Drag-and-drop-Tools", Apps, oder andere innovative AnsÀtze, muss gefördert werden. Das erhöht nicht nur die Akzeptanz neuer Technologien, sondern fördert auch die Motivation der Mitarbeiter:innen und verbessert nicht zuletzt dadurch auch die KreativitÀt und die QualitÀt der Lösungen.

Die FachkrĂ€fte spielen eine entscheidende Rolle bei der Implementierung und dem Betrieb digitaler Lösungen. Die Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter:innen in Unternehmen sind vielfĂ€ltig. Eine unterstĂŒtzende Unternehmenskultur, kontinuierliche Technologisierung, umfassende Weiterentwicklungsangebote und attraktive VergĂŒtung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Über Kearney

Kearney ist eine der fĂŒhrenden globalen Unternehmensberatungen. Seit nahezu 100 Jahren vertrauen uns FĂŒhrungsetagen, Regierungsstellen und gemeinnĂŒtzige Organisationen. Das Erfolgsrezept, um unseren Klienten zum Durchbruch zu verhelfen? Unsere Mitarbeiter:innen mit ihren individuellen Interessen und StĂ€rken. Und unser Antrieb große Ideen nicht nur zu Papier zu bringen, sondern auch umzusetzen.

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