E-Auto-PrÀmie, AntrÀge

E-Auto-PrĂ€mie: 102.539 AntrĂ€ge in wenigen Wochen – Mittelschicht dominiert

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Über 102.000 AntrĂ€ge fĂŒr die E-Auto-PrĂ€mie eingegangen, wĂ€hrend Hersteller ihre Rabatte senken. Die Politik diskutiert derweil ĂŒber eine Reform der Förderkriterien.

E-Auto-PrÀmie: Antragsflut und sinkende Herstellerrabatte im August 2026
Ein modernes Elektroauto an einer öffentlichen Ladestation in einem Wohngebiet bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Nachfrage nach der staatlichen E-Auto-PrĂ€mie ist stark gestiegen. Bis zum 4. August 2026 gingen beim Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 102.539 AntrĂ€ge ein, mehr als 28.000 wurden bereits bewilligt. Besonders Haushalte mit mittlerem Einkommen greifen zu.

Mittlere Einkommen dominieren die Förderung

Knapp drei Viertel der AntrÀge stammen von Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 60.000 Euro. Konkret: 52.377 AntrÀge kamen aus der Gruppe bis 45.000 Euro, weitere 22.488 aus dem Segment zwischen 45.001 und 60.000 Euro.

Das Programm ist bis 2029 mit drei Milliarden Euro ausgestattet. Reine Elektroautos werden mit 3.000 bis 5.000 Euro gefördert, Plug-in-Hybride mit 1.500 bis 4.500 Euro. Familien erhalten zusĂ€tzlich bis zu 1.000 Euro Bonus. Seit Jahresbeginn gilt eine Einkommensgrenze von 80.000 Euro, pro Kind werden FreibetrĂ€ge von 5.000 Euro fĂŒr maximal zwei Kinder angerechnet.

Hersteller fahren Rabatte zurĂŒck

Trotz hoher Antragszahlen wird es fĂŒr KĂ€ufer teurer. Laut einer Studie des Center Automotive Research (CAR) vom 3. August haben Hersteller ihre Rabatte fĂŒr E-Autos zuletzt gesenkt. Im Juni lagen die NachlĂ€sse bei durchschnittlich 17,8 Prozent, im Juli nur noch bei 17,6 Prozent. Verbrenner-Rabatte stiegen im selben Zeitraum von 18,4 auf 19,4 Prozent.

Die Preisschere zwischen den Antriebsarten weitet sich aus. Im Juli kostete ein Verbrenner im Schnitt 32.302 Euro, ein Elektroauto 34.665 Euro und ein Plug-in-Hybrid 46.252 Euro. Die Experten des CAR erklĂ€ren die ZurĂŒckhaltung mit der hohen AttraktivitĂ€t durch staatliche Förderung und hohe Kraftstoffpreise. Entlastung durch neue Wettbewerber wird erst 2027 erwartet.

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Neue Regeln fĂŒr die Antragstellung

Seit Januar 2026 ist fĂŒr die Beantragung zwingend ein Bund-ID-Konto mit hohem oder substanziellem Vertrauensniveau erforderlich. Eine Vollmacht fĂŒr Dritte ist möglich, die Identifizierung bleibt aber Pflicht.

Das Bundeskabinett hat zudem am 3. August eine Novellierung des ElektromobilitĂ€tsgesetzes beschlossen. Die Regeln gelten kĂŒnftig bis Ende 2035. Geplant sind Anpassungen bei Privilegien fĂŒr Plug-in-Hybride und neue Regelungen zum Parken an LadesĂ€ulen. Auch Elektrobusse und schwere E-Lkw fallen kĂŒnftig in den Anwendungsbereich – ein Baustein des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030.

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Streit um die Zukunft der PrÀmie

In der Politik wird ĂŒber eine Reform der Förderkriterien diskutiert. Die CSU fordert, die PrĂ€mie stĂ€rker an europĂ€ische Wertschöpfung zu koppeln, um die heimische Industrie zu stĂŒtzen. Zudem soll die Förderung auf grĂ¶ĂŸere Fahrzeugklassen ausgeweitet werden.

Die Wissenschaft schlĂ€gt vor, Einkommens- durch Preisobergrenzen zu ersetzen. Fahrzeuge bis 70.000 Euro Listenpreis könnten dann 6.000 Euro erhalten, teurere Modelle bis 100.000 Euro einen geringeren Zuschuss. Luxusfahrzeuge darĂŒber wĂ€ren komplett ausgeschlossen. Die Bundesregierung will die Details im Herbst ĂŒberarbeiten.

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