E-Commerce-Zölle, Importe

E-Commerce-Zölle: 3-Euro-Pauschale ab sofort für alle Importe

02.07.2026 - 12:31:13 | boerse-global.de

Bundesregierung genehmigt PSI-Übernahme durch US-Investor. EU plant Vergabereform und neue Zölle für Online-Importe.

EU-Reformen: Warburg Pincus übernimmt PSI und neue Zollregeln
E-Commerce-Zölle - Eine stilisierte, leuchtende Europakarte mit digitalen Datenströmen und Finanzgrafiken, die Investitionen und Vorschriften symbolisiert. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Parallel dazu werden Reformen des Vergaberechts und neue Zollregelungen wirksam. Ziel: die wirtschaftliche Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen stärken.

Warburg Pincus darf PSI übernehmen

Die Bundesregierung hat die Übernahme der PSI Software SE durch den US-Finanzinvestor Warburg Pincus freigegeben. Die Entscheidung fiel nach Prüfung gemäß der Außenwirtschaftsverordnung. PSI gilt als Marktführer für Netzleitsysteme im Bereich kritischer Infrastruktur.

Warburg Pincus hält bereits rund 82,33 Prozent der Anteile. Das Übernahmeangebot lag bei 45 Euro pro Aktie. Die Abwicklung soll innerhalb von zehn Bankarbeitstagen erfolgen. Nach Abschluss ist ein Delisting des Unternehmens geplant.

„Buy European“: EU plant Vergabereform

Die EU-Kommission will öffentliche Aufträge neu regeln. Unter dem Schlagwort „Buy European“ sollen bis zu 30 Prozent des Auftragsvolumens an Unternehmen aus der EU gehen. Künftig sollen Kriterien wie soziale Nachhaltigkeit, ökologische Standards, Innovationskraft und Resilienz stärker zählen.

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Ein entsprechender Vorschlag wird nach der Sommerpause erwartet. Frankreich drängt besonders auf das Resilienz-Kriterium. Deutschland fordert dagegen eine Begrenzung auf bestimmte Sektoren. Kritiker verweisen auf mögliche Konflikte mit WTO-Regeln.

Neue Zölle für E-Commerce-Importe

Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue EU-Zollbestimmungen für den Onlinehandel. Die bisherige Zollbefreiung für Sendungen unter 150 Euro Warenwert ist aufgehoben. Stattdessen wird eine Pauschale von 3 Euro pro Artikel fällig. Ziel sind große Handelsplattformen, die massenhaft Kleinstsendungen zollfrei importierten.

Ab November 2026 kommen verpflichtende Produktkennungen hinzu. 2028 soll ein permanenter Zolldatenhub den Prozess vollständig digitalisieren.

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Parallel dazu stellte die EU-Kommission Ende Juni den Entwurf einer Tax-Omnibus-Richtlinie vor. Sie sieht Änderungen an der Zinsschranke vor – ein Freibetrag von 3 Millionen Euro soll verpflichtend werden. Auch Anpassungen bei der Hinzurechnungsbesteuerung sind geplant.

Milliardenfusion im Mediensektor

Auf europäischer Ebene steht eine Entscheidung über die Übernahme von Warner Bros Discovery durch Paramount und Skydance an. Das Transaktionsvolumen liegt inklusive Schulden bei rund 110 Milliarden US-Dollar. Die Unternehmen haben der EU-Kommission bereits Zugeständnisse angeboten. Die Entscheidungsfrist läuft bis zum 22. Juli 2026. Dabei kommt auch die EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen zur Anwendung.

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