Schiitischer Geistlicher im Irak plĂ€diert fĂŒr ZurĂŒckhaltung
13.06.2025 - 16:36:31Es sei von gröĂter Bedeutung, dass irakisches Territorium nicht als Schlachtfeld fĂŒr die Kriegsparteien missbraucht werde, hieĂ es in einer Mitteilung von Muktada al-Sadr, der eine der gröĂten islamistischen Bewegungen im Nahen Osten anfĂŒhrt.
"Der Irak und sein Volk brauchen keine weiteren Kriege. Ich rufe daher dazu auf, der Stimme der Weisheit zu folgen", sagte al-Sadr in einer Mitteilung auf der Social-Media-Plattform X. Zugleich kritisierte er die israelischen Angriffe auf den Iran scharf und verurteilte insbesondere die Nutzung irakischen Luftraums zur AusfĂŒhrung der SchlĂ€ge.
Al-Sadr stand nach der US-Invasion im Irak 2003 an der Spitze des Kampfs gegen US-Truppen und bekam dabei UnterstĂŒtzung vom Iran. Das VerhĂ€ltnis zwischen dem Iran und Al-Sadr hat sich in den vergangenen Jahren aber zunehmend verschlechtert. Sadristen kĂ€mpfen inzwischen sowohl gegen den Einfluss der USA als auch des Irans im Irak. Al-Sadr ist fĂŒr seine scharfe Rhetorik gegen die USA sowie Israel bekannt.
Auch Iraks MinisterprĂ€sident Mohammed al-Sudani verurteilte den israelischen Angriff scharf. Der Irak dulde es nicht, dass andere LĂ€nder sein Territorium oder seinen Luftraum fĂŒr Angriffe auf NachbarlĂ€nder nutzten, hieĂ es vom AuĂenministerium. Die Regierung werde aktiv alle rechtlichen Schritte unternehmen, um die SouverĂ€nitĂ€t und territoriale IntegritĂ€t des Landes zu wahren. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur INA habe der Irak dazu auch eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat eingereicht.

