Studie: Langes Kurzarbeitergeld verschÀrft FachkrÀftemangel
21.05.2026 - 10:32:36 | dts-nachrichtenagentur.de"Wir erleben aktuell einen ArbeitskrĂ€ftemangel in vielen Branchen und gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit in anderen Bereichen", sagte Ifo-Forscher Volker Meier. "In dieser Situation wĂ€re es sinnvoll, Kurzarbeiterleistungen fĂŒr schrumpfende Sektoren zu kĂŒrzen, damit die ArbeitskrĂ€fte mittelfristig fĂŒr andere Sektoren zur VerfĂŒgung stehen."
Aktuell bekommen Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld fĂŒr maximal 24 Monate. Bis zum Jahr 2019 waren es zwölf Monate, in frĂŒheren Jahren sogar nur sechs Monate. "Das Kurzarbeitergeld hemmt in seiner jetzigen Form die FlexibilitĂ€t auf dem Arbeitsmarkt und wirkt fĂŒr die Unternehmen wie eine temporĂ€re Lohnsubvention. FĂŒr BeschĂ€ftigte macht es die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz weniger attraktiv", sagte Ifo-Forscher Leander Andres. Um den Ăbergang von ArbeitskrĂ€ften von alten in neue Branchen zu erleichtern, sei es wichtig, Umschulungen und Weiterbildungen gezielt zu fördern. "Eine Möglichkeit wĂ€re es, höhere Leistungen fĂŒr Kurzarbeiter oder Arbeitslose zu zahlen, die gleichzeitig an einem Umschulungsprogramm teilnehmen oder ihren Job wechseln", sagte Meier.
Die Studienautoren schlagen zudem weitere MaĂnahmen vor, um das ArbeitskrĂ€fteangebot, vor allem von Ălteren, Frauen und Zugewanderten, zu erhöhen: Die Rente mit 63 sollte abgeschafft und die AbzĂŒge bei frĂŒhzeitigem Renteneintritt erhöht werden, das Ehegattensplitting mit geringeren SteuersĂ€tzen fĂŒr Zweitverdienende könnte abgeschafft, sowie bĂŒrokratische Hemmnisse bei Arbeitsgenehmigungen und Anerkennungen von AbschlĂŒssen von Zugewanderten beseitigt werden.
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