CDU, Zustellfristen

CDU lehnt verlÀngerte Zustellfristen bei der Post ab

11.08.2023 - 14:07:05

Eine mögliche VerlĂ€ngerung von Zustellfristen fĂŒr Briefe durch die geplante Novellierung des Postgesetzes stĂ¶ĂŸt bei den Christdemokraten auf Ablehnung.

"Eine Schnecken-Post schadet unserer Wirtschaft, Rechnungen werden verzögert zugestellt, Dokumente fĂŒrs Finanzamt reißen die Frist - mit Ansage", sagte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der Union (MIT), Gitta Connemann, der "Bild". Weiter fragte sie: "Verletzt die Post hier Ihren Auftrag zur Grundversorgung?" Wohlwollender gegenĂŒber der geplanten Reform Ă€ußerte sich Reinhard Houben, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion: FĂŒr die meisten Versender sei es völlig unproblematisch, wenn ihre Briefe und Postkarten nicht mehr am nĂ€chsten Tag ankommen, sondern erst nach zwei oder drei Tagen, so der FDP-Politiker.

Gleichzeitig fordert Houben: "FĂŒr wirklich dringende FĂ€lle muss es aber weiterhin einen Eilbrief geben, der am nĂ€chsten Tag da ist. DafĂŒr muss das Porto fĂŒr den langsameren Standardbrief auch in den kommenden Jahren im Rahmen bleiben." Auch mĂŒssten die Fristen fĂŒr die Beantwortung von Behördenpost um mindestens drei Tage verlĂ€ngert werden, so Houben. Zuvor hatte "Business Insider" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, das Bundeswirtschaftsministerium plane einen Vorschlag fĂŒr eine Neuregelung des Postgesetzes. Derzeit kursierten im Ministerium diverse EntwĂŒrfe, wonach die Laufzeit fĂŒr Briefe auf mindestens E+3 geĂ€ndert werden solle. Das hieße: Briefe sollen mindestens drei Tage spĂ€ter erst ankommen dĂŒrfen. Derzeit werden Standardbriefe innerhalb Deutschlands am Tag nach dem Einwurf zugestellt (E +1).

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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