FachkrĂ€ftemangel bei LokfĂŒhrern und Busfahrern gestiegen
29.03.2024 - 04:33:28In Verkehrsberufen ist die FachkrĂ€ftelĂŒcke in Deutschland zuletzt verhĂ€ltnismĂ€Ăig am stĂ€rksten gewachsen. Das geht aus einer Studie des Kompetenzzentrums FachkrĂ€ftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die heute veröffentlicht wurde. Den gröĂten prozentualen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gab es mit 89 Prozent demnach bei Bus- und StraĂenbahnfahrern. Hier konnten 3594 Stellen nicht mit passend qualifizierten Kandidaten besetzt werden. Bei FachkrĂ€ften in Stellwerken und im Betriebsdienst erhöhte sich die LĂŒcke um knapp 80 Prozent auf 2265, bei LokfĂŒhrern um 45 Prozent auf mehr als 4000.
Die Studienautoren fĂŒhren den starken Anstieg vor allem auf einen erhöhten FachkrĂ€ftebedarf zurĂŒck. «Der Anstieg der FachkrĂ€ftelĂŒcke in Verkehrsberufen hĂ€ngt eng mit der MobilitĂ€tswende zusammen. Die Anstrengung zur StĂ€rkung und Wiederbelebung der Schiene und des ĂPNV treiben die Nachfrage nach qualifizierten FachkrĂ€ften an», sagte Ăkonom Jurek Tiedemann. VerstĂ€rkt wĂŒrden die EngpĂ€sse durch den demografischen Wandel. Viele BeschĂ€ftigte der Branche gingen in den nĂ€chsten Jahren in den Ruhestand.
Insgesamt hat sich die FachkrĂ€ftelĂŒcke im Jahr 2023 leicht verringert. 570.000 offene Stellen konnten nicht mit passend qualifizierten KrĂ€ften besetzt werden. Das sind knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahr. «Trotz ihres RĂŒckgangs ist die FachkrĂ€ftelĂŒcke weiterhin auf einem sehr hohen Niveau», sagte Tiedemann. Den gröĂten FachkrĂ€ftemangel gibt es der Untersuchung zufolge nach wie vor im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist der Studie zufolge damit zu rechnen, dass sich die FachkrĂ€ftelĂŒcke in diesem Jahr weiter verringert.Â


