UN-Klimakonferenz, AnnÀherung

UN-Klimakonferenz ohne AnnÀherung bei strittigem Thema Finanzierung

13.06.2024 - 12:08:34

Eine zehntÀgige UN-Klimakonferenz in Bonn hat keinen Durchbruch in der strittigen Frage der Klimafinanzierung erzielt.

Zwar konnte der Beschlussentwurf bis Donnerstag von 65 auf 35 Seiten gestrafft werden, doch darin werden im Wesentlichen die Maximalforderungen beider Seiten wiederholt.

Seit 2009 gibt es das Ziel, dass die IndustrielĂ€nder jedes Jahr Milliardenhilfen fĂŒr Klimaschutzmaßnahmen der Ă€rmeren LĂ€nder bereitstellen sollen. Dies wurde 2015 im Pariser Klimaabkommen bestĂ€tigt und bis 2025 verlĂ€ngert. 2022 wurde erstmals die angestrebte Summe von jĂ€hrlich 100 Milliarden Dollar erreicht. Doch nun ist die Frage, wie es nach 2025 weitergehen soll. Die nĂ€chste Weltklimakonferenz im November in Baku (COP 29) soll hierzu einen konkreten Beschluss fassen. Dieser sollte in Bonn bereits vorbereitet werden.

Die IndustrielĂ€nder fordern unter anderem, dass die arabischen LĂ€nder kĂŒnftig ebenfalls mitbezahlen. Die BegrĂŒndung dafĂŒr ist, dass diese LĂ€nder einerseits auch zur Klimabelastung beitragen, etwa durch Ölförderung, und andererseits auch ĂŒber den entsprechenden Wohlstand verfĂŒgen, um andere unterstĂŒtzen zu können.

"Besorgniserregend waren die unermĂŒdlichen Versuche der IndustrielĂ€nder, ihre bestehenden Verpflichtungen zur UnterstĂŒtzung einkommensschwacher LĂ€nder zu schwĂ€chen", kommentierte der Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig am Donnerstag in Bonn. Damit bis Baku ein robuster Beschlussentwurf entstehen könne, mĂŒssten die Verhandlungen auch auf Ministerebene gefĂŒhrt werden. "Wenn die aserbaidschanische COP-PrĂ€sidentschaft hier zu spĂ€t agiert, droht Baku an der Frage der Finanzierung zu scheitern", so Kowalzig.

@ dpa.de