Einzelhandel, Nikolaustag

Einzelhandel erwartet zum Nikolaustag höhere UmsÀtze

29.11.2023 - 11:58:54

Einer reprÀsentativen Umfrage zufolge können EinzelhÀndler in Deutschland zum 6. Dezember mit mehr Umsatz rechnen als vor der Corona-Pandemie. Wie lÀsst sich der Anstieg erklÀren?

Zum Nikolaustag am 6. Dezember können die EinzelhĂ€ndler in Deutschland in diesem Jahr mit UmsĂ€tzen von mehr als einer Milliarde Euro rechnen. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage, die das Institut fĂŒr Handelsforschung (IFH) im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) im Vorfeld des Nikolaustages durchgefĂŒhrt hat.

Im Jahr 2019, also vor dem Beginn der Corona-Pandemie, hatten die Handelsunternehmen UmsÀtze in Höhe von 860 Millionen Euro verzeichnet.

Der Anstieg ist einerseits darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass die Zahl der Menschen, die zum Nikolaustag am 6. Dezember Geschenke und SĂŒĂŸwaren einkaufen wollen, gestiegen ist. Der Umfrage zufolge wollen 37 Prozent der Befragen in diesem Jahr Geld fĂŒr Geschenke ausgeben - das sind deutlich mehr als vor vier Jahren. Damals waren es 26 Prozent. Aber auch höhere Preise dĂŒrften eine Rolle spielen.

Alles, was in den Nikolausstiefel passt

Tiefer in die Tasche greifen wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch nicht. Die durchschnittlichen Ausgaben sind stabil. Knapp 65 Prozent wollen so viel ausgeben wie im Vorjahr, 16 Prozent eher weniger, 12 Prozent eher mehr. Die beliebtesten Waren sind Lebensmittel (19,6 Prozent) und Spielwaren (11,3 Prozent).

«Die Kundinnen und Kunden kaufen alles, was in den Nikolausstiefel passt», sagte HDE-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Genth. «Der Nikolaustag ist und bleibt fĂŒr den Einzelhandel ein wichtiger Umsatzimpuls im WeihnachtsgeschĂ€ft.» In den Jahren 2020 bis 2022 war die Umfrage wegen der Corona-Pandemie nicht durchgefĂŒhrt worden.

Das WeihnachtsgeschĂ€ft ist fĂŒr viele Branchen des Einzelhandels die wichtigste Zeit des Jahres. Dennoch sind die HĂ€ndler in diesem Jahr nicht besonders optimistisch. Der HDE rechnet im Vergleich zum Vorjahr real - also preisbereinigt - mit einem Umsatz-Minus von 5,5 Prozent. Knapp 80 Prozent der HĂ€ndler im Non-Food-Bereich gehen laut einer Umfrage des Handelsverbandes davon aus, dass viele Kunden nur zurĂŒckhaltend einkaufen werden. Jeder zweite HĂ€ndler erwartet ein schlechteres GeschĂ€ft als 2022. Nominal wird ein Plus von 1,5 Prozent erwartet.

@ dpa.de