Einzelhandel-Streik, Verdi

Einzelhandel-Streik: Ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn

03.07.2026 - 03:31:27 | boerse-global.de

Koordinierte Arbeitsniederlegungen in sieben Städten sollen Druck in Tarifverhandlungen erhöhen. Ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn.

Ver.di ruft zu Warnstreiks im Einzel- und Großhandel auf
Einzelhandel-Streik - Nahaufnahme von streikenden Arbeitnehmern im Einzelhandel, mit unscharfem Hintergrund eines modernen Supermarkts. Protestschilder sind sichtbar. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Gewerkschaft Ver.di hat zu koordinierten Warnstreiks aufgerufen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Zentrale Kundgebungen sind in sieben Städten geplant: Berlin, Hamburg, Dortmund, Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Wiesbaden.

Von Supermarkt bis Möbelhaus: Wer betroffen ist

Die Streiks treffen die gesamte Breite des Handels. Neben Supermärkten und Discountern sind auch Drogerien, Möbelhäuser, Baumärkte sowie Mode- und Elektronikketten betroffen. Auch Lager und Versandzentren wurden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Namhafte Unternehmen stehen im Fokus. In mehreren Regionen sind Beschäftigte von IKEA, Kaufland, Rewe, Penny und Metro zum Streik aufgerufen. Im Modebereich legen Mitarbeiter von H&M, Zara und Primark die Arbeit nieder. Auch der Großhandel ist betroffen – etwa bei Schütt Stahlhandel, Carl Spaeter sowie den Pharma-Großhändlern Sanacorp und Phoenix.

7 Prozent mehr Lohn: Die Kluft zwischen den Fronten

Der Konflikt dreht sich um die Entgeltanpassung. Ver.di fordert 7 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 225 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Im Großhandel liegt die Mindestforderung bei 250 Euro. Zudem verlangt die Gewerkschaft ein Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde in den unteren Lohngruppen und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro.

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Die Arbeitgeber bieten dagegen eine Laufzeit von zwei Jahren an: 2,4 Prozent mehr ab November 2026 und weitere 2 Prozent ab August 2027. In regionalen Verhandlungen, etwa in Nordrhein-Westfalen, gab es zudem vorangehende Nullmonate. Der Handelsverband Deutschland (HDE) zeigt sich gelassen: Die Unternehmen seien gut vorbereitet, spürbare Auswirkungen auf die Versorgung erwarte man nicht.

Nächste Verhandlungsrunde: Die Termine stehen

Die Tarifparteien haben bereits weitere Gesprächstermine vereinbart. Für den Einzelhandel sind Verhandlungen am 7. Juli in Hessen und der Region Niedersachsen-Bremen geplant. Ein weiterer zentraler Termin folgt am 9. Juli.

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Der Großhandel verhandelt am 10. Juli in Baden-Württemberg weiter. Ein weiterer Termin ist für den 11. August vorgemerkt. Bis dahin bleibt die Lage angespannt: Ver.di schließt weitere Arbeitsniederlegungen nicht aus, falls kein verbessertes Angebot auf den Tisch kommt.

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