Einzelhandel-Streik: Verdi fordert 7 Prozent für 5,2 Millionen
25.06.2026 - 01:12:13 | boerse-global.de
Die Gewerkschaft Verdi hat für heute zu großflächigen Warnstreiks im deutschen Einzelhandel aufgerufen. Schwerpunkt ist der Discounter Kaufland in Nordrhein-Westfalen.
Über 140 Filialen in NRW betroffen
In Nordrhein-Westfalen sollen die Beschäftigten von über 140 Kaufland-Filialen die Arbeit niederlegen. Bundesweit hat Verdi die Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten zum Streik aufgerufen. Kaufland betreibt deutschlandweit über 790 Filialen und beschäftigt rund 92.000 Menschen.
Trotz der Streikaufrufe will das Unternehmen die Filialen regulär geöffnet lassen. Eine Sprecherin erklärte, die Warenversorgung sei sichergestellt. Auch in Hamburg sind für heute und morgen Warnstreiks geplant – nicht nur bei Kaufland, sondern auch bei Netto, Rewe, Penny und Famila.
Tarifstreit: 7 Prozent oder 3,5 Prozent?
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Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für rund 5,2 Millionen Beschäftigte im deutschen Handel. Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten – mindestens jedoch 225 Euro pro Monat. Azubis sollen 150 Euro mehr bekommen.
Die Arbeitgeber bieten dagegen eine Laufzeit von 24 Monaten: 2 Prozent mehr ab November 2026, weitere 1,5 Prozent ab August 2027. Verdi kritisiert das Angebot als unzureichend und verweist auf die wirtschaftliche Stärke der Schwarz-Gruppe. Die vorangegangene Tarifrunde hatte den Beschäftigten ein Plus von 14 Prozent gebracht.
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Nächste Verhandlungsrunden stehen an
Die Streikwelle läuft bereits seit Mitte Mai. Der Druck soll vor den nächsten Gesprächsterminen steigen. Morgen wird in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verhandelt. In Hamburg und Schleswig-Holstein ist der 9. Juli 2026 angesetzt.
