Elektroauto-Zulassungen, E-Auto-PrÀmie

Elektroautos: E-Auto-Anteil erreicht im September 34,5 Prozent

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 11:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im September wurden in Deutschland rund 88.600 reine Elektroautos neu zugelassen – 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der E-Auto-Anteil erreichte damit 34,5 Prozent, wĂ€hrend Benziner und Diesel rĂŒcklĂ€ufig waren.

KBA: Deutlich mehr BEV als im Vorjahresmonat zugelassen. (Symbolbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
KBA: Deutlich mehr BEV als im Vorjahresmonat zugelassen. (Symbolbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa

In Deutschland sind im September rund 88.600 reine Elektroautos neu zugelassen worden – 95 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Stromer erreichen mehr als ein Drittel

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte, kamen batterieelektrische Fahrzeuge damit auf einen Anteil von 34,5 Prozent an den insgesamt rund 256.800 Pkw-Neuzulassungen. Der gesamte Automarkt legte im Vergleich zum September 2025 um neun Prozent zu.

Mit Diesel oder Benzin betriebene Pkw wurden zusammen rund 67.700-mal neu zugelassen. Beide Antriebsarten verzeichneten im Jahresvergleich RĂŒckgĂ€nge.

PrÀmie als wichtiger Treiber

Ein wesentlicher Grund fĂŒr die Entwicklung dĂŒrfte die E-Auto-PrĂ€mie des Bundes sein. Die seit Mai geltende Förderung kann bei privaten KĂ€ufern je nach Fahrzeug, Einkommen und FamiliengrĂ¶ĂŸe bis zu 6000 Euro betragen.

Autoexperte Constantin Gall von der PrĂŒfungs- und Beratungsgesellschaft EY sagte laut Mitteilung: „Die Elektro-PrĂ€mie wirkt, und zwar krĂ€ftig.“ Der Boom sei allerdings teuer mit Steuergeld erkauft und stehe auf wackligen Beinen.

Warnung vor Einbruch nach Förderende

Laufe die Förderung aus, drohe nach EinschĂ€tzung Galls erneut ein Einbruch bei den Zulassungszahlen. Große Gewinner des Aufschwungs seien laut EY chinesische Hersteller, deren Absatz und Marktanteil im September krĂ€ftig gestiegen seien.

Förderung verschiebt den Kaufzeitpunkt

Die Septemberzahlen zeigen, wie stark staatliche Kaufanreize den deutschen Automarkt beeinflussen können. Die seit Mai laufende PrĂ€mie richtet sich an private Haushalte und staffelt den Zuschuss nach Einkommen, Fahrzeug und FamiliengrĂ¶ĂŸe; möglich sind bis zu 6000 Euro. Nach Regierungsangaben wurden bis zum 5. Oktober bereits 100.000 Auszahlungen bewilligt.

Damit wird ElektromobilitĂ€t auch fĂŒr Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen zugĂ€nglicher. Zugleich entsteht ein Mitnahme- und Vorzieheffekt: Wer ohnehin einen Fahrzeugwechsel plant, kann die Zulassung in den Förderzeitraum legen. Das erklĂ€rt, warum die Nachfrage kurzfristig besonders stark ausfallen kann, sagt aber allein noch nichts ĂŒber die langfristige Marktentwicklung nach dem Ende des Programms aus.

Markt vor strukturellem Wandel

Der Anstieg der Stromer geht mit RĂŒckgĂ€ngen bei Benzin- und Dieselautos einher. FĂŒr KĂ€ufer werden deshalb nicht nur PrĂ€mien, sondern auch Anschaffungspreise, laufende Energiekosten, Ladeangebote und die Modellvielfalt entscheidend. Deutschland verfĂŒgte Anfang September ĂŒber mehr als 209.000 öffentliche Ladepunkte, darunter knapp 59.000 Schnellladepunkte.

Die Förderpolitik hat zudem eine industriepolitische Seite. Wenn chinesische Hersteller ihren Absatz und Marktanteil besonders stark steigern, profitieren zwar Verbraucher von zusĂ€tzlichem Wettbewerb; zugleich wĂ€chst der Druck auf deutsche und europĂ€ische Anbieter, preisgĂŒnstige Modelle schneller auf den Markt zu bringen. FĂŒr den Bundeshaushalt bleibt offen, wie dauerhaft die Nachfrage ohne ZuschĂŒsse trĂ€gt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „100.000 Auszahlungen: E-Auto-PrĂ€mie ĂŒbertrifft alle Erwartungen“ (05.10.2026)

Der Bericht hebe hervor, dass die seit Mai geltende PrÀmie nach Regierungsangaben bereits 100.000 Haushalte erreicht habe. Er setze den Schwerpunkt auf die soziale Staffelung, die Förderhöhe von bis zu 6000 Euro und das Gesamtbudget von drei Milliarden Euro; die Zulassungsmeldung werde dadurch um Angaben zur konkreten Ausgestaltung und bisherigen Auszahlung ergÀnzt.

Der Artikel beschreibe außerdem, welche Fahrzeuge förderfĂ€hig seien und dass die UnterstĂŒtzung ausschließlich fĂŒr private Autos gelte. Als offene Frage bleibe, wie sich die Nachfrage entwickle, wenn das Förderprogramm auslaufe.

MedienĂŒbergreifend bestĂ€tige der Bericht damit die zentrale Bedeutung der PrĂ€mie fĂŒr den aktuellen Elektroauto-Boom; eine abweichende Bewertung des in der dpa-Meldung genannten Expertenurteils enthalte er nicht.

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