Elterngeld-Reform, Bezugsdauer

Elterngeld-Reform: Bezugsdauer sinkt auf 12 Monate, Sätze steigen

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 14:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die geplante Elterngeld-Reform sieht eine Verkürzung der Bezugsdauer auf zwölf Monate vor, um jährlich 500 Millionen Euro einzusparen.

Elterngeld-Reform 2026: Kürzere Bezugsdauer, höhere Sätze
Elterngeld-Reform - Eine Familie mit Baby in einem modernen Zuhause. Eltern halten das Baby liebevoll in den Armen, symbolisch für Elterngeldreformen. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein Gesetzentwurf von Karin Prien (CDU) befindet sich seit Anfang Juli in der Ressortabstimmung. Die Pläne sehen eine verkürzte Bezugsdauer und angepasste Beträge vor – Ziel ist eine Entlastung des Bundeshaushalts um rund 500 Millionen Euro jährlich.

Weniger Monate, strengere Regeln

Der Kern der Reform: Die maximale Bezugsdauer sinkt von 14 auf 12 Monate. Künftig sind drei Monate fest für jeden Elternteil reserviert, die restlichen sechs lassen sich flexibel aufteilen. Bisher waren nur zwei Partnermonate Pflicht.

Für Alleinerziehende gelten Sonderregeln: Sie behalten Anspruch auf bis zu 12 Monate volles Elterngeld. Parallel dazu plant das Ministerium Änderungen am Mutterschutzgesetz – Beschäftigungsverbote sollen auf 12 Monate nach der Entbindung begrenzt werden.

Mehr Geld pro Monat – weniger insgesamt

Anzeige

Die neue Elterngeld-Reform verkürzt die Bezugsdauer auf 12 Monate, erhöht aber die monatlichen Sätze. Wer jetzt die Aufteilung clever plant, sichert sich den maximalen Gesamtanspruch. Unser kostenloser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie das geht. Jetzt Ratgeber zur Elterngeld-Reform sichern

Trotz kürzerer Laufzeit steigen die monatlichen Beträge. Der Mindestsatz klettert von 300 auf 330 Euro, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Die Lohnersatzquote von 65 Prozent bleibt unangetastet. Die Einkommensgrenze von 175.000 Euro für den Leistungsanspruch ändert sich ebenfalls nicht.

Die Einsparungen kommen durch die verkürzte Gesamtlaufzeit. Für 2027 peilt die Regierung rund 540 Millionen Euro weniger Ausgaben an, langfristig soll die Reform den Haushalt um etwa 500 Millionen Euro pro Jahr entlasten.

Verbände schlagen Alarm

Anzeige

Alleinerziehende aufgepasst: Die Reform bringt Sonderregeln, die Ihnen bis zu 12 Monate volles Elterngeld sichern – ohne verpflichtende Aufteilung. Unser Ratgeber erklärt, was Sie beachten müssen, um keine Leistung zu verschenken. Sonderregeln für Alleinerziehende jetzt sichern

Die Pläne stoßen auf breite Kritik. Der Deutsche Frauenrat lehnt die Kürzungen ab, der Deutsche Familienverband (DFV) fordert die Beibehaltung der 14 Monate ohne verpflichtende Aufteilung. Das Zukunftsforum Familie (ZFF) verlangt sogar einen Mindestbetrag von 506 Euro.

Die Reform trifft auf ein System mit stabilen Nutzerzahlen. 2025 bezogen rund 1,61 Millionen Menschen Elterngeld – darunter 1,19 Millionen Frauen und 417.000 Männer (Väteranteil: 25,9 Prozent). Die Gesamtausgaben lagen bei 7,1 Milliarden Euro.

de | wirtschaft | 69713846 |