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EMFIS EM Stocks Review: Asien uneinheitlich - Hongkong steig

Veröffentlicht: 06.11.2006 um 12:55 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Die asiatischen AktienmĂ€rkte entwickelten sich heute erneut uneinheitlich. Vor allem die etablierten MĂ€rkte in Japan, Taiwan und Korea standen angesichts der Vorgaben aus den USA unter Beschuss. Dort war am Freitag gemeldet worden, dass sich die Arbeitslosenquote im Oktober stĂ€rker als erwartet von 4,6 auf 4,4 Prozent verringert hat. Diese an sich erfreuliche Nachricht weckte sogleich die BefĂŒrchtung, dass sich die US-Notenbank mit einer Zinswende Zeit lassen könnte. Die sogenannten FED-Funds signalisierten am Freitag Vormittag noch eine 14prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins bis Ende Januar wieder auf 5 Prozent gesunken sein werde. Am Freitag Nachmittag war die implizierte Wahrscheinlichkeit eines solchen Geschehens auf Null Prozent zurĂŒckgegangen. Dagegen blieb etwa in Hongkong der Optimismus ungebrochen. Dazu trugen nicht zuletzt die Titel der Rohstoffunternehmen bei. Diese haben von der Erholung der Ölnotierungen, die in der zweiten HĂ€lfte der vergangenen Woche stattgefunden hat, profitieren können. Am Markt wurde unter anderem davon ausgegangen, dass neue Sabotageakte in Nigeria den Ölpreis demnĂ€chst wieder stĂŒtzen könnten. Diese Entwicklung brachte auch den australischen S&P/ASX 200 auf ein neues Rekordniveau. In Japan konnte sich der Nikkei 225 immerhin um 0,09 Prozent auf 16.364 Punkte verbessern, wĂ€hrend der breitere Topix 0,14 Prozent auf 1601 ZĂ€hler abgab. Vor allem der Einzelhandelssektor entwickelte sich schlecht, nachdem einige Konzerne enttĂ€uschende Oktober-Daten zu den flĂ€chenbereinigten UmsĂ€tzen abgegeben hatten. So waren diese etwa bei der Textilkette Fast Retailing auf Jahressicht um 4,5 Prozent geschrumpft. Fast Retailing verloren daraufhin 2,7 Prozent, Marui rutschten nach Zahlen sogar um 8,8 Prozent ab. Die Exportwerte entwickelten sich uneinheitlich. WĂ€hrend im Autosektor Toyota Motor 1,01 Prozent und Mazda Motor 1,89 Prozent hinzugewannen, gaben im Elektroniksektor etwa Sanyo Electric 3,1 Prozent ab. In Taiwan verlor der TAIEX 0,57 Prozent auf 7120 ZĂ€hler. Hier belastete zusĂ€tzlich die Regierungskrise um den amtierenden PrĂ€sidenten Chen Shui-Bian, der von zahlreichen Kritikern der Korruption bezichtigt wird. Am Freitag haben die Behörden offiziell Ermittlungen gegen Chens Frau wegen DokumentenfĂ€lschung und Unterschlagung eingeleitet. Dies brachte unter anderem die Papiere der Marktschwergewichte Taiwan Semiconductor und United Microelectronics um jeweils 0,98 Prozent und 1,36 Prozent nach unten. Dagegen profitierten Hon Hai Precision erneut von dem erfreulichen Zahlenwerk, dass der Elektronik-Auftragsproduzent in der vergangenen Woche vorgelegt hat und stiegen gegen den Trend um 0,87 Prozent. Far Eastern International Bank gewannen aufgrund der anhaltenden GerĂŒchte um eine Übernahme durch HSBC Holdings weitere 1,29 Prozent hinzu. In SĂŒdkorea ging der Kospi um 0,34 Prozent nach unten auf 1379 Stellen. Vor allem die ĂŒberseeischen Anleger warfen massiv ihre Exporttitel aus den Depots. Gleichzeitig gab auch der bisher robuste koreanische Won gegenĂŒber dem US-Dollar spĂŒrbar ab. Samsung Electronics verloren 0,98 Prozent. Das Unternehmen hatte sich zuletzt kritisch zu den Aussichten des LC-Display-GeschĂ€fts im ersten Halbjahr 2007 geĂ€ußert. Hyundai Motor rutschten um 2,17 Prozent nach unten. Die Titel des Chip-Riesen Hynix Semiconductor fielen um 0,15 Prozent. Dagegen konnten sich Kookmin Bank um 1,09 Prozent erholen. LG Electronics legten entgegen dem allgemeinen AbwĂ€rtstrend 0,71 Prozent zu. Völlig unbeeindruckt von den internationalen Sorgen zeigte man sich dagegen einmal mehr in Hongkong. Dort legte der Hang Seng Index um weitere 1,0 Prozent auf 18.936 Punkte zu und erreichte damit ein neues Rekord-Schlusshoch. Die offenbar betrĂ€chtliche LiquiditĂ€t floss erneut einigen Marktschwergewichten zu. So zogen China Mobile um weitere 3,38 Prozent an. Die Titel der China Merchants Bank gewannen 4,28 Prozent und die Papiere des Versicherungsriesen China Life 1,7 Prozent hinzu. Die Aktie des Raffinerie-Konzerns Sinopec konnte sich um 4,64 Prozent verbessern. Hier geht das GerĂŒcht um, dass die Titel bald in den Hang Seng Index aufgenommen werden könnten. Immobilienwerte profitierten von der Aussicht, dass die Konzerne bald einige Wohnungs-Portfolios in REITs ausgliedern und an den Markt bringen könnten. Dies ließ etwa Henderson Land um 0,79 Prozent und Sun Hung Kai Properties um 0,91 Prozent steigen. Gerhard Heinrich P.S. Ab sofort können Sie sich auf www.EMFIS.com fĂŒr den kostenlosen tĂ€glichen EMFIS Tradingletter anmelden. Aktuelle Nachrichten und weitere Informationen zu unserem Angebot finden Sie dort ebenfalls.

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