Endlich, Korrektur

Endlich - die Korrektur!

Veröffentlicht am: 19.06.2009 um 09:45 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

An den asiatischen Börsen gab es diese Woche erstmals seit langem wieder nennenswerte AbschlĂ€ge. Mit volkswirtschaftlichen Daten oder sonstigen Meldungen hatte dies wenig zu tun. Die waren auch nicht besser oder schlechter als in den vergangenen Wochen, als die MĂ€rkte unentwegt nach oben gestĂŒrmt sind.

NatĂŒrlich sind fallende Kurse nie besonders erfreulich. Diesmal allerdings sind die Experten nicht sonderlich betrĂŒbt. Vielmehr scheint man ĂŒberall geradezu aufzuatmen, dass die viel beschworene und herbei geredete „Korrektur“ jetzt nun doch endlich eingetreten wird. Schließlich prophezeien die Auguren schon seit Anbeginn der Rallye immer wieder einen herben RĂŒckschlag. Zu diesem ist es dann aber nie gekommen.

Der offenkundige Pessimismus vieler Börsenexperten hat gute GrĂŒnde. Wie wir schon vor zwei Wochen dargelegt haben, hat der Großteil der Profis (und der Privatanleger sowieso) die Erholung schlichtweg verpasst. Vor allem fĂŒr die professionellen Institutionellen muss es schrecklich gewesen sein, die rasant steigenden Kurse zu sehen, ohne daran zu partizipieren. Und je stĂ€rker die Benchmarks davonliefen, desto unertrĂ€glicher wurde der eigene RĂŒckstand. Schließlich stiegen viele Investoren dann doch noch ein, und trieben die Kurse damit nur noch weiter hoch. Da half nur eines: Konsequent schwarz zu malen - in der Hoffnung, dass die MĂ€rkte doch noch durchsacken, und dadurch ein billigen Einstieg ermöglichen. Denn kaufen mĂŒssen die Fondsmanager am Ende doch – soviel ist sicher.

NatĂŒrlich haben die AbschlĂ€ge auch noch andere Ursachen. Die wichtigste ist, dass die Rallye nun schon seit drei Monaten fast ununterbrochen anhĂ€lt. In solchen FĂ€llen sind gewisse RĂŒcksetzer ganz normal und auch gesund. Letztlich wĂŒrde eine Korrektur zu allererst den bestehenden AufwĂ€rtstrend bestĂ€tigen. Deshalb sehen wir die Entwicklung ganz gelassen. Die MĂ€rkte werden wahrscheinlich in den kommenden Wochen etwas abgeben. Anschließend wird sich ein Niveau abzeichnen, auf dem die KĂ€ufe der SchnĂ€ppchenjĂ€ger und der bisher passiv gebliebenen Anleger den Markt stĂŒtzen. Die Ausbildung einer solchen UnterstĂŒtzungszone wird uns wertvolle Dienste fĂŒr unser weiteres Vorgehen leisten. Bisher fehlte uns ein solcher Orientierungspunkt, da es immer nur steil nach oben ging.

Sind Sie in Asien schon voll investiert? Wir sehen hier noch einige großartige Gelegenheiten. Hier gibt es die Unternehmen, von deren Potential der Westen nur trĂ€umen kann. Sollte in den nĂ€chsten Wochen tatsĂ€chlich die Korrektur kommen, dann werden sich Einstiegskurse ergeben, wie wir sie vielleicht jahrelang nicht mehr bekommen werden. Die Devise von ASIEN-TRENDS bleibt deshalb weiterhin: Fallende Kurse sind jetzt Kaufkurse!


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