Kennzeichnung der Herkunft für Fleischersatzprodukte von Künast gefordert

Veröffentlicht: 18.01.2020 um 15:20 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Ernährungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion fordert eine Kennzeichnung der Herkunft für Fleischersatzprodukte.

Einkaufsregal in einem Supermarkt - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Einkaufsregal in einem Supermarkt - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast beklagt, dass in Bezug auf Fleischprodukte ständig über Regionalität gesprochen würde und neue Richtlinien umgesetzt würden, die Zutaten einer veganen Wurst quer über Landesgrenzen transportiert würden. Ebenso äußerte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gegenüber, dass der Ursprung der Inhaltsstoffe für jeden Verbraucher sichtbar sein müsse, egal ob es sich dabei um Fleisch oder Fleischersatzprodukte handle. Als Beispiel nannte die ernährungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion Erbsen und Soja. Gerade diese beiden Nahrungsmittel seien häufig Bestandteil veganer Fleischersatzprodukte. Produzenten vegetarischer Lebensmittel plagen momentan Engpässe im Hinblick auf die Rohstoffe, bestätigt der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, einem bekannten deutschen Wursthersteller, Godo Röben der Zeitung. Da immer mehr Firmen mit dem Anbieten von Fleischersatz beginnen und man weiterhin mit einem wachsenden Markt rechnen muss, wird sich die Lage wohl vorerst nicht entspannen, äußerte Röben der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Befürchtung läge nahe, dass größere Konzerne sich sämtliche Ernten bereits im Voraus sichern würden und so gleichzeitig für höhere Marktpreise sorgen würden. Die Firma Ojah, ein Konkurrent aus den Niederlanden hatte sich gegenüber der Zeitung "Het Financieele Dagblad" in ähnlicher Art und Weise geäußert. Man versuche auf die Veränderung zu reagieren und den Anbau heimischer Rohstoffe zu stärken, betonte Röben. Die Rügenwalder Mühle plant momentan, 40 Prozent des Umsatzes allein mit Fleischersatzprodukten zu machen, wobei man aktuell bei 35 liegt. Es stehen also mehrere große Projekte in den Startlöchern, die eine vernünftige Politik in der Fleischersatzindustrie nötig machen.
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