Bauern protestieren am Frankfurter Flughafen
03.02.2024 - 11:01:16 | dpa.deHunderte Landwirte haben mit einer Protestfahrt um den Frankfurter Flughafen gegen das Auslaufen der Steuererstattungen fĂŒr Agrardiesel demonstriert. Laut Polizei versammelten sich Landwirte mit rund 400 Traktoren, angekĂŒndigt waren zuvor bis zu 2000.Â
Der Flughafenbetreiber Fraport bat darum, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen anzureisen oder fĂŒr die Anreise im Auto mehr Zeit einzuplanen. Nach dem Ende des Protests sagte ein Sprecher: «Es kam temporĂ€r zu BeeintrĂ€chtigungen, weil wir die B43 sperren mussten.» Aber die Zufahrt zum Terminal sei fĂŒr FluggĂ€ste jederzeit möglich gewesen.
Agrardiesel und mehr
Den Frankfurter Flughafen wĂ€hlten die Landwirte nicht zufĂ€llig aus. Es gehe bei dem Protest nicht mehr nur um Agrardiesel, sondern um fairen Wettbewerb, teilten mehrere der teilnehmenden BauernverbĂ€nde mit. «Was fĂŒr die Luftfahrt gilt, muss auch fĂŒr uns Bauern gelten: Nach wie vor wird Flugbenzin nicht besteuert, weil damit ein Wettbewerbsnachteil fĂŒr die deutsche Luftfahrt verbunden wĂ€re.» Der Flughafen Frankfurt und der Cargo-Bereich stĂŒnden symbolisch fĂŒr die Einbindung der deutschen Wirtschaft und Landwirtschaft in globale Lieferketten und MĂ€rkte.
Die Ampel-Koalition hat ihre SparplĂ€ne bei der Landwirtschaft fĂŒr den Haushalt 2024 bereits abgeschwĂ€cht. Die SteuervergĂŒnstigungen beim Agrardiesel sollen demnach nicht auf einen Schlag enden, sondern in den nĂ€chsten Jahren schrittweise auslaufen. Dagegen gibt es seit Wochen bundesweite Proteste von Landwirten. Ferner geht es bei den Demonstrationen auch um aus Sicht der Bauern zu strenge Vorgaben und ĂŒberbordende BĂŒrokratie.
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