Erwerbsbeteiligung, Rekordquote

Erwerbsbeteiligung: 20- bis 24-Jährige erreichen Rekordquote von 77%

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 07:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen kletterte bis 2025 auf 76,8 Prozent. Das IAB sieht damit Vorurteile über die Generation Z widerlegt.

IAB-Studie widerlegt Klischees: Generation Z erreicht Rekord-Erwerbsquote
Ein junger Erwachsener arbeitet konzentriert an einem Laptop in einem hellen, modernen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neue Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeichnen ein anderes Bild der jungen Arbeitnehmergeneration als die oft angeführten Klischees vermuten lassen. Entgegen der Annahme einer sinkenden Arbeitsmoral belegen die am 11. August 2026 veröffentlichten Auswertungen eine deutlich gestiegene Erwerbsbeteiligung unter jungen Erwachsenen. Laut Enzo Weber vom IAB entspreche die verbreitete Vorstellung einer allgemeinen Arbeitsunwilligkeit der sogenannten Generation Z nicht der statistischen Realität.

Deutlicher Anstieg der Erwerbsbeteiligung bei jungen Erwachsenen

Die Analysen des IAB, die auf Daten des Mikrozensus, der Bundesagentur für Arbeit sowie eigenen Auswertungen basieren, zeigen für den Zeitraum von 2015 bis 2025 eine signifikante Entwicklung: Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen stieg in dieser Dekade um mehr als 7 Prozentpunkte auf knapp 77 Prozent. Dies stellt den höchsten Stand seit Jahrzehnten dar.

Konkret bezifferte das Forschungsinstitut die Erwerbsquote dieser Altersgruppe für das Jahr 2025 auf 76,8 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2015. Ein Teil dieser Entwicklung vollzog sich dabei in der jüngsten Vergangenheit; so betrug der Anstieg seit dem Jahr 2023 nochmals 0,9 Prozentpunkte. Im Vergleich dazu fiel das Plus bei der Erwerbsquote der 25- bis 64-Jährigen im selben Zeitraum mit 3,1 Prozentpunkten deutlich moderater aus.

Hohe Arbeitsneigung unter Studierenden und stabile Beschäftigungsverhältnisse

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Besonders markant ist die Veränderung innerhalb der Gruppe der Studierenden. Zwischen 2015 und 2023 stieg die Erwerbsquote der 20- bis 24-jährigen Studierenden um mehr als 19 Prozentpunkte. Im Jahr 2023 lag dieser Wert bereits bei 56 Prozent, was auf eine zunehmende Integration akademischer Ausbildung und praktischer Erwerbstätigkeit hindeutet.

Zudem räumen die Forscher mit der Vermutung auf, junge Menschen würden seltener oder weniger arbeiten als ältere Generationen. Die Arbeitszeit junger Beschäftigter bewege sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den älteren Kollegen. Auch die Annahme einer übermäßig hohen Fluktuation lässt sich durch die Daten nicht stützen: Ein häufigerer Wechsel des Arbeitsplatzes sei bei der jüngeren Generation im Vergleich zu früheren Jahren nicht festzustellen.

Ergänzende Studien bestätigen Leistungsbereitschaft

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Die Ergebnisse des IAB werden durch weitere Untersuchungen flankiert, die am 11. August 2026 thematisiert wurden. Die Studie „Jugend in Deutschland 2026“, für die 2.000 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt wurden, attestiert der Zielgruppe grundsätzlich eine hohe Leistungsbereitschaft. Allerdings äußerten viele Befragte Zweifel daran, ob sich hohe Leistung im aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext tatsächlich lohne.

Auch die Shell-Jugendstudie 2024, die 2.509 Befragte im Alter von 12 bis 25 Jahren berücksichtigte, kam bereits zu dem Schluss, dass Arbeit für junge Menschen weiterhin einen hohen Stellenwert einnimmt. Die gesammelten Daten weisen darauf hin, dass die Generation Z zwar kritische Fragen an die Arbeitswelt stellt, ihre tatsächliche Teilhabe am Erwerbsleben jedoch auf einem Rekordniveau liegt.

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