Jahresprognose, BMW

BMW hebt Jahresausblick nach gutem Quartal an

01.08.2023 - 14:21:20

Es lĂ€uft gut fĂŒr BMW. Die vorlĂ€ufigen Resultate aus der ersten JahreshĂ€lfte veranlassen den MĂŒnchener Autobauer dazu, die Jahresprognose zu erhöhen.

Der Autobauer BMW erhöht nach einem guten Lauf im ersten Halbjahr seine Prognosen fĂŒr den Autoverkauf und die operative Ergebnismarge im KerngeschĂ€ft. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Automobilbau erwartet das Management nun bei 9 bis 10,5 Prozent, wie der Dax-Konzern mitteilte.

BMW hatte bisher bei der am Aktienmarkt stark beachteten Kennziffer 8 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt. Bei den Auslieferungen gehen die MĂŒnchener von einem soliden Wachstum gegenĂŒber dem Vorjahr aus - sprich um fĂŒnf bis zehn Prozent. Bisher war nur ein leichtes Plus avisiert worden. Auch bei der Eigenkapitalrendite im FinanzdienstleistungsgeschĂ€ft wird BMW zuversichtlicher. Die BMW-Aktie fiel in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent.

Grundlage fĂŒr den Optimismus von BMW-Chef Oliver Zipse sind vorlĂ€ufige Resultate aus dem ersten Halbjahr. Die operative Marge im AutogeschĂ€ft lag bei 10,6 Prozent und damit spĂŒrbar ĂŒber der bisher angepeilten Spanne. Im zweiten Quartal betrug die Marge 9,2 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als ein Jahr zuvor.

Detaillierte Resultate am Donnerstag

Das höhere Absatzvolumen, eine vorteilhafte Entwicklung bei den Verkaufspreisen sowie eine Verlagerung hin zu teureren Autos trieben die Ergebnisse an. Ein Nettoergebnis nannte BMW zunÀchst nicht, detaillierte Resultate legt das Unternehmen an diesem Donnerstag vor.

Der neue BMW-Finanzvorstand Walter Mertl peilt nun im AutogeschĂ€ft einen freien Mittelzufluss von mindestens 6 Milliarden Euro an. Ex-Finanzchef Nicolas Peter hatte nach Zahlen zum ersten Quartal rund 7 Milliarden in Aussicht gestellt. Grund seien höhere Investitionen in den Umbau zur E-MobilitĂ€t, aber auch eine höhere Bevorratung zur Sicherstellung der Lieferketten, begrĂŒndete BMW.

Bereits im zweiten Quartal sorgten erhöhte VorrĂ€te fĂŒr einen DĂ€mpfer, der Free Cashflow in der Autosparte fiel mit 1,2 Milliarden Euro schwĂ€cher aus als im ersten Jahresviertel. Der Anstieg von VorrĂ€ten sowie höhere Kosten fĂŒr Material und Rohstoffe hĂ€tten hier belastet, hieß es. Investoren sind beim Barmittelzufluss, dem Free Cashflow, empfindlich, weil weniger Geld in der Kasse auch weniger Dividende bedeuten kann.

@ dpa.de