ESG-Reporting: 29 Millionen Euro für naturbezogenes Risikomanagement
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 10:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) und europäische Initiativen bereiten mehrere Neuerungen vor.
DNK-Plattform bekommt neue Funktionen
Mitte August stellt der DNK neue Funktionen seiner zentralen Berichtsplattform vor. In einer Online-Sprechstunde präsentieren die Verantwortlichen die aktualisierte DNK-Checkliste und den sogenannten Sustainability Campus. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die den Kodex als Rahmenwerk für ihre nichtfinanzielle Berichterstattung nutzen.
Parallel dazu rückt der Mehrwert des freiwilligen ESG-Reportings in den Fokus. Das UN Global Compact Netzwerk Österreich veranstaltet in der kommenden Woche ein Fachgespräch zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Im Mittelpunkt stehen Strategien zur Greenwashing-Prävention und die Anforderungen an Fortschrittsberichte. Doris Lohwasser von Grant Thornton und Anita Wagner-Lang von der Raiffeisen Bank International erläutern die praktische Umsetzung.
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Standardisierte Vorlage für Immobilienfinanzierung
Ein weiterer Fortschritt betrifft den Immobilienmarkt. Die EU-Initiative ENGAGE for ESG hat eine standardisierte Berichtsvorlage und ein Online-Portal entwickelt. Damit lässt sich die Konformität von Hypotheken und Sanierungsdarlehen mit der EU-Taxonomie prüfen.
Ende Juli findet ein Workshop in Frankfurt statt, der die Anwendung der Kriterien erklärt. Über 80 Institute haben bereits Zugang zum Portal beantragt. Eine kostenlose Testphase läuft bis zum 31. Dezember 2026. Ziel ist es, durch vereinheitlichte Datenstrukturen die Bewertung ökologischer Nachhaltigkeit bei Finanzierungsprodukten zu erleichtern.
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29 Millionen Euro für naturbezogenes Risikomanagement
Auch auf staatlicher Ebene entstehen neue Anreize. Das Bundesumweltministerium fördert ein Projekt der Internationalen Klimaschutzinitiative mit 29 Millionen Euro. Das Vorhaben soll Naturschutz und biologische Vielfalt stärker in den Entscheidungsprozessen von Investoren und Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern verankern.
Die Taskforce on Nature-related Financial Disclosures entwickelt dafür Kriterien und Standards zur Offenlegung naturbezogener Risiken. Das Ziel: eine konsistente Datenbasis für den Kapitalmarkt schaffen und ökologische Risiken messbar machen.
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