EU-Kommissar erhöht in Huawei-Debatte Druck auf Mitgliedsstaaten
08.06.2023 - 06:23:24"Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Entstehung erheblicher Schwachstellen und AbhĂ€ngigkeiten zu verhindern, die nur schwer wieder rĂŒckgĂ€ngig zu machen wĂ€ren", sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Die EU-LĂ€nder hĂ€tten sich auf Sicherheitsstandards fĂŒr die Mobilnetze verstĂ€ndigt - die sogenannte 5G-Toolbox.
Damit sind auch Restriktionen fĂŒr Hochrisiko-Lieferanten bis hin zum Ausschluss möglich. Praktisch alle Mitgliedstaaten hĂ€tten die gemeinsamen GrundsĂ€tze in nationales Recht ĂŒbertragen, aber nur eine Minderheit wende sie tatsĂ€chlich an, kritisierte Breton und fĂŒgte hinzu: "Dies stellt ein Risiko fĂŒr die kollektive Sicherheit der EuropĂ€ischen Union dar." Die Warnung richtet sich auch an Deutschland. Fast 60 Prozent des deutschen 5G-Netzes wird einer Studie der Analysefirma Strand Consult zufolge mit Huawei bestĂŒckt. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser sieht Handlungsbedarf: "Wir mĂŒssen unsere Kommunikationsnetze schĂŒtzen", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". Deshalb wĂŒrden derzeit alle schon im 5G-Netz verbauten chinesischen Komponenten "sehr genau" geprĂŒft. "Wenn wir GefĂ€hrdungen erkennen, dann werden wir Komponenten verbieten", so die Ministerin.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


