ROUNDUP, Merz

Merz und von der Leyen reisen mit Selenskyj zu Trump

Veröffentlicht am: 17.08.2025 um 12:37 Uhr | dpa.de

EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen und Kanzler Friedrich Merz (CDU) nehmen morgen an dem GesprÀch zwischen US-PrÀsident Donald Trump und dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington teil.

Auch andere europÀische Staats- und Regierungschefs seien dabei, schrieb von der Leyen auf X, ohne Namen zu nennen. Die Teilnahme des Kanzlers teilte die Bundesregierung mit. Thema der Unterredung mit Trump ist eine Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Dabei gehe es unter anderem um "Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die fortdauernde UnterstĂŒtzung der Ukraine in der Abwehr der russischen Aggression. Dazu gehört auch die Aufrechterhaltung des Sanktionsdrucks", teilte die Bundesregierung mit. "Die Reise dient dem Informationsaustausch mit US-PrĂ€sident Donald Trump nach dessen Treffen mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin in Alaska." Deutschland unterstreiche das Ziel eines Friedensschlusses in der Ukraine, hieß es.

Selenskyj in BrĂŒssel erwartet - Videoschalte geplant

Von der Leyen empfĂ€ngt Selenskyj am Sonntag in BrĂŒssel. Geplant ist eine Videoschalte der sogenannten "Koalition der Willigen", zu der neben Deutschland vor allem auch Frankreich und Großbritannien gehören. Dabei wollen die VerbĂŒndeten der Ukraine ihre Taktik absprechen vor dem Treffen von mit Trump. Die EuropĂ€er wollen verhindern, dass Entscheidungen zum Nachteil der Ukraine getroffen werden.

Trump will nach seinem Treffen mit Putin in Alaska am Freitag mit Selenskyj persönlich ĂŒber Wege zur Beendigung des Krieges sprechen. Nach dem Gipfel in Anchorage war Trump von seiner ultimativen Forderung nach einem Waffenstillstand abgerĂŒckt. Stattdessen soll nun- im Sinne Putins - ĂŒber eine Friedensvereinbarung zwischen derUkraine und Russland gesprochen werden. Unter anderem verlangt Russland, dass die Ukraine auf Gebiete verzichtet, was Selenskyj kategorisch ablehnt.

Selenskyjs letztes Treffen mit Trump im Weißen Haus im Februar war vor laufenden Kameras eskaliert - Trump machte dem ukrainischen PrĂ€sidenten vor laufenden Kameras VorwĂŒrfe. In der Folge setzten die USA ihre fĂŒr die Ukraine enorm wichtigen MilitĂ€rhilfen vorĂŒbergehend aus.

Kiew fordert mehr Druck auf Russland

Vor der Videoschalte der EuropĂ€er forderte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha mehr Druck auf Moskau zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Zudem brauche die Ukraine in erster Linie Garantien fĂŒr ihre eigene Sicherheit, eine StĂ€rkung ihrer Verteidigungskraft und ein Paket von Abschreckungsmaßnahmen, das Russland zwingt, den Krieg zu beenden, teilte der Minister bei X mit.

Sybiha fĂŒhrte demnach GesprĂ€che mit seinen europĂ€ischen Amtskollegen, um Schritte mit Blick auf die Videoschalte zu koordinieren. Auch der Sanktionsdruck auf Russland mĂŒsse erhöht werden, sagte der Minister. Die EU-Kommission bereitet derzeit ein 19. Paket mit Strafmaßnahmen vor.

Die Ukraine wehr sich seit rund dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

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