EU-Verpackungsverordnung, Pflichten

EU-Verpackungsverordnung: Neue Pflichten fĂŒr Handel ab 12. August

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

VerschÀrfte EU-Gesetze wie CSDDD und PPWR zwingen Firmen zu umfassenden Anpassungen ihrer Lieferketten und Kontrollsysteme.

EU-Regulierungswelle 2026: Neue Pflichten fĂŒr Unternehmen
FĂŒhrungskraft arbeitet an digitalen Nachhaltigkeitskennzahlen und Lieferkettendaten in einem modernen BĂŒro. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Neue EU-Gesetze treiben Firmen im Sommer 2026 in eine grundlegende Neubewertung ihrer Lieferketten und Kontrollsysteme. Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) setzen FĂŒhrungskrĂ€fte massiv unter Druck.

Haftungsrisiken fĂŒr FinanzvorstĂ€nde steigen

Besonders CFOs mĂŒssen aufpassen: Die verschĂ€rften Sorgfaltspflichten schaffen neue persönliche Haftungsrisiken. CSRD, NIS-2 und CSDDD verlangen ein rechtssicheres ESG-internes Kontrollsystem (ESG-IKS). WĂ€hrend die NIS-2-Registrierungsfristen bereits im MĂ€rz 2026 verstrichen sind, rĂŒcken neue Termine nĂ€her – etwa die B2B-E-Rechnung und die DORA-Anforderungen zum 31. Dezember 2026.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) tritt am 12. August 2026 in Kraft. Boris Maschmann, CEO von Smurfit Westrock DACH, sieht darin eine Chance: Papierbasierte Verpackungen könnten strategisch Kosten und Emissionen senken.

Urteil mit Sprengkraft fĂŒr den Handel

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sorgte am 23. Juli 2026 fĂŒr Klarheit: Stabile Kunststofftragetaschen gelten als systembeteiligungspflichtige Verpackungen. FĂŒr den Handel bedeutet das rĂŒckwirkende finanzielle Konsequenzen.

Digitale Allianzen fĂŒr mehr Transparenz

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Neben Verpackungsvorschriften rĂŒcken auch digitale Transparenzpflichten in den Fokus, da der EU AI Act Unternehmen nun vor neue Dokumentationsaufgaben stellt. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick ĂŒber Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Die Beschaffungsplattform Ivalua und das europĂ€ische Netzwerk Unite gaben heute eine strategische Partnerschaft bekannt. Kunden erhalten Zugriff auf ĂŒber 2.000 geprĂŒfte europĂ€ische Lieferanten – ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und lokaler Beschaffung. Unite erzielte im vergangenen Jahr 465,3 Millionen Euro Umsatz und wirbt mit dem Fair-Tax-Siegel fĂŒr steuerliche Transparenz.

Auch EcoVadis öffnet seine Community: Seit dem 23. Juli 2026 ist die Peer-to-Peer-Plattform fĂŒr alle Organisationen zugĂ€nglich, nicht nur fĂŒr Bestandskunden. Branchen wie Chemie und Logistik sollen so besser Wissen austauschen können.

KI hilft bei Zertifizierungen

Die Leipziger DICIS AG setzt auf KI-gestĂŒtzte Verfahren fĂŒr ISO-Zertifizierungen. Die automatisierte Dokumentationserstellung hĂ€lt die Vorgaben der KI-Verordnung ISO 42001 ein – Datensicherheit inklusive.

Kreislaufwirtschaft in der Praxis

Jaguar Land Rover (JLR) zeigte heute das Konzeptfahrzeug „Cornerstone“. Über 40 Zulieferer waren beteiligt, das Fahrzeug enthĂ€lt mehr als 140 Kilogramm Recyclingmaterial und vollstĂ€ndig recyceltes Glas. Die CO2-Bilanz pro Fahrzeug sinkt deutlich.

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Die zunehmende Regulierung durch die EU-KI-Verordnung stellt viele Unternehmen vor die Frage, welche ihrer Systeme konkret unter die neuen Hochrisiko-Regeln fallen. Dieser kostenlose Report klĂ€rt auf, was Unternehmen jetzt tun mĂŒssen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum AI Act sichern

Im Immobiliensektor erhielt das Quartier Potsdamer Platz im September 2025 den DGNB-Gold-Status fĂŒr Bestandsquartiere. EigentĂŒmer Brookfield Properties setzt auf KlimaschutzfahrplĂ€ne bis 2045 und will die VerbrĂ€uche jĂ€hrlich um ein Prozent senken.

Recyclingbranche in der Krise

Billiges Neu-Granulat und sinkende Rezyklatpreise setzen europĂ€ische Entsorger unter Druck. Bis Ende 2025 droht ein RĂŒckgang der EU-RecyclingkapazitĂ€ten um rund eine Million Tonnen. Das Exportverbot fĂŒr KunststoffabfĂ€lle in Nicht-OECD-LĂ€nder ab November 2026 verschĂ€rft die Lage.

Digitaler Produktpass nimmt Form an

Der Digitale Produktpass (DPP) wird zum zentralen Instrument der Kreislaufwirtschaft. Die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) verlangt von Herstellern erste Datenfelder. FĂŒr Batterien liegen konkrete Anforderungen vor – fĂŒr Eisen, Stahl und Textilien folgen delegierte Rechtsakte in den kommenden Jahren. Experten raten: Jetzt interne ZustĂ€ndigkeiten schaffen und IT-Schnittstellen modular aufbauen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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