Deutschland, Elektronik

Fernseher und Smartphones vor Weihnachten deutlich billiger

18.11.2025 - 15:00:16

Fernseher kosteten im Oktober 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch Smartphones und Laptops wurden gĂŒnstiger, doch nicht alle Techniktrends folgen diesem Muster.

Es wird doch nicht alles teurer: Unmittelbar vor dem Geschenke-Marathon zu Weihnachten hat das Statistische Bundesamt auf dem Markt deutlich gesunkene Preise fĂŒr wichtige Produkte der Unterhaltungselektronik festgestellt. So waren Fernseher im Oktober 10,6 Prozent gĂŒnstiger zu haben als ein Jahr zuvor. Auch tragbare Computer (-5,5 Prozent), Kameras (-4,9 Prozent) oder Smartphones ohne Vertrag (-4,0 Prozent) waren billiger als im Oktober 2024.

Wie ist die Entwicklung zu erklĂ€ren? «Der anhaltende PreisrĂŒckgang bei der Unterhaltungselektronik spiegelt den harten Wettbewerb wider, dem die Hersteller unterliegen», sagte die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Branchenorganisation gfu, Carine Chardon. Als weiteren Grund fĂŒr die sinkenden Preise nannte sie den verstĂ€rkten Eintritt chinesischer Unternehmen in den Markt, insbesondere im Bereich TV-GerĂ€te.

Alexander Dehmel, Experte fĂŒr technische KonsumgĂŒter beim Marktforscher NIQ, beobachtet den Trend schon seit lĂ€ngerer Zeit. «Fernseher werden immer grĂ¶ĂŸer, immer smarter und haben ein immer besseres Bild.» Dennoch bezahle der Konsument durchschnittlich nicht mehr fĂŒr einen Fernseher als vor 15 Jahren. Zudem gibt es derzeit viele Angebote, um die KaufzurĂŒckhaltung der Konsumenten zu brechen.

Was kostet mehr?

Teurer wurden hingegen E-Book-Reader sowie Smartwatches, FitnessbÀnder und Àhnliche GerÀte. Sie legten in der Jahresfrist um 2,0 beziehungsweise 2,7 Prozent zu. Sie erreichten damit ungefÀhr die allgemeine Teuerung von Waren und Dienstleistungen, die in diesem Zeitraum 2,3 Prozent betragen hat.

Das Statistikamt beobachtet auch langfristig sinkende Preise fĂŒr Unterhaltungselektronik. So waren Fernseher im Jahr 2024 um 16,1 Prozent gĂŒnstiger als im Jahr 2020. Bei Desktop-PCs betrug der Abschlag 11,1 Prozent und bei Mobiltelefonen ohne Vertrag noch 5,9 Prozent.

@ dpa.de